Mit Hoffenheim auf Augenhöhe

Eintracht bangt neben Jung auch um Schwegler

Frankfurt - Gerade konnte sich Armin Veh freuen, dass sich Sebastian Jung nach einer Erkältung zurückgemeldet hatte, da erreichte den Trainer der Frankfurter Eintracht am Freitagmittag einen andere Hiobsbotschaft. Von Peppi Schmitt

Pirmin Schwegler musste mit einer Erkältung zu Hause im Bett bleiben und konnte am Abschlusstraining für das Heimspiel heute Nachmittag (15.30 Uhr) gegen die TSG 1899 Hoffenheim nicht teilnehmen. Bei beiden Spielern kann Veh erst kurzfristig nach Rücksprache mit der medizinischen Abteilung entscheiden, ob sie einsatzfähig sind. Fallen der Verteidiger und der Spielmacher aus, wäre dies ein kaum zu verkraftender Verlust. „Wenn bei uns zwei Stammspieler fehlen, können wir sie in unserem System nicht gleichwertig ersetzen“, sagt auch Veh, „deshalb ist es möglich, dass ich taktische Veränderungen vornehmen muss.“

Über die Aufstellung der Eintracht im ersten Heimspiel des Jahres kann also diesmal trefflich spekuliert werden. Stefano Celozzi ist erster Anwärter auf einen Platz im Team, wenn Jung und/oder Schwegler ausfallen. Da Carlos Zambrano nach seiner Knöchelverletzung einsatzfähig ist, wird es auch in der Abwehrzentrale eine Änderung geben. Der Frankfurter Trainer hat die Wahl zwischen Bamba Anderson und Marco Russ. „Es könnte sein, dass ich Anderson spielen lasse, weil er wieder hundertprozentig fit ist“, sagt er verschmitzt, „es kann aber auch sein, dass Russ drin bleibt, weil er seine Sache gut gemacht hat.“ So wenig endgültig Veh sich über seine eigene Elf äußern konnte, so vorsichtig war er auch beim Gegner, nachdem die Hoffenheimer kurzfristig noch den Mainzer Eugen Polanski verpflichtet haben.

Hinspiel in Sinsheim 4:0 gewonnen

Das Hinspiel haben die Frankfurter in Sinsheim 4:0 gewonnen, es war der erste Sieg überhaupt in der kurzen gemeinsamen Bundesligageschichte. Obwohl seitdem die Wege der beiden Mannschaften in der Tabelle entgegengesetzt verlaufen sind, sieht Veh gegen den Abstiegskandidaten aus dem Kraichgau ein Spiel „auf Augenhöhe“. „Wir müssen uns jeden Sieg hart erarbeiten“, sagt Veh. Beim Versuch, die gute Ausgangsposition weiter zu untermauern, rechnet er mit der totalen Unterstützung des Publikums.

Seit den Provokationen von Leverkusen stehen die Signale in Frankfurt auf Wende. „Ich habe zum ersten Mal das Gefühl, dass unsere wirklichen Fans den anderen endlich sagen: Es ist Schluss mit euch Chaoten“, glaubt Veh, „wenn es so kommt, dann hatte Leverkusen wenigstens etwas Gutes.“

Neuzugang als besondere Attraktion

Mit einem Neuzugang als besonderer Attraktion kann die Eintracht allerdings (noch) nicht dienen. „Der neue Stürmer wird kommen“, sagt Veh zwar optimistisch, aber er ist eben noch nicht da. Und so muss er ein weiteres Spiel mit Karim Matmour, Olivier Occean und Erwin Hoffer auskommen. Einer aus diesem Trio wird spielen. Mit dem Druck, dass ein anderer seinen Platz bald einnehmen soll.

Voraussichtliche Aufstellungen:

Eintracht: Trapp - Jung (Celozzi), Zambrano, Anderson (Russ), Oczipka - Lanig, Rode - Aigner, Meier, Inui - Matmour

Ersatzbank: Nikolov - Celozzi, Russ, Djakpa, Kittel, Occean, Hoffer

Hoffenheim: Wiese - Beck, Abraham, Delpierre, Johnson - Weis, Williams - Roberto Firmino, Volland, Usami - Joselu

Schiedsrichter: Dr. Drees (Münster)

Rubriklistenbild: © op

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare