Eintracht Frankfurt

Eintracht-Coach Hütter im Zentrum der Gladbacher Trainer-Spekulation

Eintracht-Trainer Trainer Adi Hütter hat auf die neuerlichen Gerüchte um einen Wechsel zu Borussia Mönchengladbach genervt reagiert.
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Eintracht-Trainer Trainer Adi Hütter hat auf die neuerlichen Gerüchte um einen Wechsel zu Borussia Mönchengladbach genervt reagiert.

Adi Hütter, Trainer des Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt will im Kampf um die Champions-League-Qualifikation bei Borussia Dortmund „auf Sieg spielen“. Vor der Partie sorgen allerdings Gerüchte für Unruhe. Borussia Mönchengladbach will den SGE-Coach verpflichten, heißt es.

Frankfurt – Die Trainersuche bei Borussia Mönchengladbach hat die österliche Ruhe empfindlich gestört - zumindest bei Eintracht Frankfurt. Grund dafür sind die neu aufgekommenen Spekulationen über einen möglichen Wechsel von Trainer Adi Hütter zu Borussia Mönchengladbach, die deren Sportchef Max Eberl ganz entspannt kommentierte. Auf die Frage, ob er auf der Zielgeraden bei der Suche nach einem Nachfolger für den zu Borussia Dortmund wechselnden Marco Rose sei, sagte Eberl am Donnerstag: „Die Zielgerade kann relativ lang sein. Wir sind in guten Gesprächen. Bis zum heutigen Tage gibt es nichts zu verkünden.“

Die „Bild“ hatte zuvor berichtet, Hütter sei inzwischen Favorit in Gladbach und habe ein konkretes Angebot vorliegen. Dem 51 Jahre alten Österreicher bereitete es vor dem wichtigen Spiel der Eintracht am Samstag in Dortmund (15.30 Uhr/Sky) deutlich mehr Mühe, das Thema zu kommentieren. Hütter hatte am 28. Februar ein klares Dementi in dieser Angelegenheit abgegeben. „Ich bleibe“, hatte er damals in der TV-Sendung „Sky 90“ gesagt. Auf diese Aussage bezog er sich nun noch einmal ganz konkret. „Ich kann bestätigen, dass ich zu dem, was ich gesagt habe, stehe“, sagte er diesmal. Hütters Vertrag bei der Eintracht läuft noch bis 2023, enthält aber eine Ausstiegsklausel. Danach kann er für 7,5 Millionen Euro Ablöse gehen, bei einem Interessenten, der Champions-League spielt, sollen es sogar zehn Millionen Euro sein. Diese Champions League will er unbedingt mit der Eintracht erreichen. „Für mich ist das Allerwichtigste, dass wir ein großes Ziel haben, dass wir hier um etwas spielen, was Eintracht Frankfurt noch nie erreicht hat.“

Die volle Konzentration gelte nun dem Spiel beim BVB, der die vergangenen neun Heimpartien gegen die Frankfurter gewonnen hatte. „Das ist eine schwere Aufgabe und für mich das aktuell Wichtigste“, betonte Hütter. „Wir wollen auf Sieg spielen und die Chance nutzen einen wichtigen Gegner auf Distanz zu halten“, sagte er vor dem Zweikampf um den Einzug in die Königsklasse. „Wenn Dortmund einen Sterntag hat, wird es sehr schwierig für uns, dann muss alles passen.“

Die Dortmunder liegen mit vier Punkten Rückstand hinter den Hessen auf Tabellenrang vier. „Auch nach dem Spiel werden wir auf Platz vier bleiben. Der Druck liegt bei Dortmund.“ Der BVB müsse in die Champions League kommen. „Wir wollen zeigen, dass wir dahin kommen können.“

Die Partie in Dortmund ist der Beginn des von ihm zum „Monat der Wahrheit“ ausgerufenen April, in dem auch das Gastspiel bei Borussia Mönchengladbach und womöglich die nächste Debatte um Hütter auf dem Programm steht. Als (gezieltes) Störfeuer empfindet der Coach angesichts dieser Konstellation die Spekulation um seine Person nicht. „Mich stört es nicht“, sagte Hütter. Auch nach dem angekündigten Abgang von Sport-Vorstand Fredi Bobic, dessen vermeintlicher Wechsel zu Hertha BSC hinter den Kulissen verhandelt wird, sei keine Unruhe entstanden. (dpa/sp)

Riesige Aufgabe ist nicht alleine zu lösen

Verzichten muss die Eintracht in Dortmund auf Martin Hintergger (Oberschenkelverletzung), Makoto Hasebe (Gelbsperre) und Almamy Touré (Sehnenverletzung). Die Dreierkette mit Tuta, Stefan Ilsanker und Evan Ndicka stellt sich somit von alleine auf. Die abwehrende Abteilung muss sich vor allem Erling Haaland entgegenstemmen. „Ihn auszuschalten, ist eine riesige Aufgabe“, sagt Hütter, „alleine schafft es niemand.“

Voraussichtliche Aufstellungen:

Eintracht Frankfurt: Trapp - Tuta, Ilsanker, Ndicka - Durm, Rode, Sow, Kostic - Kamada, Younes - Silva

Borussia Dortmund: Hitz - Meunier, Can, Hummels, Guerreiro - Delaney - Bellingham, Dahoud - Reus, Hazard - Haaland

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