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Zwietracht um Eintracht

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Aus Furcht vor Ausschreitungen fand sich kein Austragungsort für das DFB-Pokalspiel der Eintracht - nun findet es in Nürnberg statt. © dpa

Frankfurt - Im Prozess zwischen dem Fußballclub Eintracht Frankfurt und einem gleichnamigen Ringerverein um die Namensrechte ist noch kein Urteil gefallen. Derweil wissen die Fußballer zumindest, wo sie ihr DFB-Pokalspiel gegen Halle austragen.

Bleiben die Fußballer von Eintracht Frankfurt der einzige Verein, der sich mit diesem Namen schmücken darf? Diese Entscheidung fällt erst am 24. August. Dann will die Spezialkammer für Urheber- und Namensrecht am Landgericht Frankfurt am Main verkünden, ob sich der Ringerverein „Athletikclub Eintracht Frankfurt e.V.“ aus dem Stadtteil Eckenheim weiter so nennen darf oder eventuell zu seiner alten Bezeichnung „AC Victoria Eckenheim“ zurückkehren muss.

Am ersten Verhandlungstag des Prozesses, bei dem der Fußball-Zweiligist den Ringerverein gleichen Namens auf Unterlassung und Schadensersatz verklagt, machte der Vorsitzender Richter Rau aus seiner Rechtsauffassung keinen Hehl: „Man fragt sich, wie es gehen soll, dass ein wesentlich jüngerer Verein sich plötzlich den Namen Eintracht Frankfurt gibt“, sagte der Vorsitzende der Spezialkammer für Urheber- und Namensrecht. „Bei Eintracht Frankfurt handelt es sich schließlich um eine Bekanntheit und Berühmtheit“. Kein Mensch in den Frankfurter Fußgängerzonen würde den Namen mit dem kleinen Frankfurter Vorortverein in Verbindung bringen.

Ringerverein nennt sich seit 2009 Eintracht

Die Vertreter des beklagten Ringerclubs aber ließen sich auch durch die deutlichen Worte des Richters („Das kostet doch einen Haufen Geld.“) nicht dazu veranlassen, von sich aus eine Unterlassungserklärung abzugeben und damit den Prozess zu beenden. Allerdings hält sich der Vereinsvorstand derzeit auch im Urlaub auf.

Die Mitglieder des Vereins hatten im Dezember 2009 beschlossen, sich einen neuen Namen zu geben und diesen sowohl ins Frankfurter Vereinsregister als auch als Gemeinschaftsmarke beim europäischen Harmonisierungsamt für den Binnenmarkt im spanischen Alicante eintragen lassen. Die Fußballer-Eintracht verlangt die Löschung dieser Einträge und beruft sich dabei auf jahrzehntelange Markeneintragungen beim Deutschen Patentamt in München.

DFB-Pokalspiel in Nürnberg

Das Erstrunden-Duell im DFB-Pokal zwischen dem Viertligisten Hallescher FC und Bundesliga-Absteiger Eintracht Frankfurt wird am 30. Juli im Nürnberger easy-credit-Stadion ausgetragen. Das teilte der Fußball-Club aus Sachsen-Anhalt am Mittwoch mit. Zunächst sollte das Spiel im Dessauer Paul-Greifzu-Stadion angepfiffen werden. Aber aus Sicherheitsgründen sagte die Stadt Dessau-Roßlau am vergangenen Mittwoch nach einer Krisensitzung die Partie ab. Die Spielverlegung war notwendig geworden, da Halles Kurt-Wabbel-Stadion derzeit umgebaut wird.

Auf der Suche nach einem Ersatzspielort kontaktierten die Hallenser deutschlandweit insgesamt elf Stadionbetreiber. Wegen gleichzeitig stattfindender anderer Veranstaltungen und wegen bestehenden Sicherheitsbedenken kam zum Schluss nur noch das Stadion in Nürnberg infrage. „Zuerst einmal möchten wir uns bei der Stadion Nürnberg Betriebs-GmbH ganz herzlich bedanken. Trotzdem wären wir als Verein froh, wenn wir das Spiel gegen Eintracht Frankfurt ohne finanzielle Verluste absolvieren könnten“, sagte Halles Präsident Michael Schädlich.

dpa

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