1. Startseite
  2. Sport
  3. Eintracht Frankfurt

Eintracht erwartet in Sevilla eine „Hitzeschlacht“

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Peppi Schmitt

Kommentare

Oliver Glasner sieht Mainz als große Generalprobe.
Oliver Glasner sieht Mainz als große Generalprobe. © dpa

Ausgerechnet in einer der heißesten Städte Europas muss Eintracht Frankfurt das Finale der Europa League bestreiten. Bei den Fans sorgt derweil die Kartenvergabe für Frust.

Frankfurt – Im Finale der Europa League droht der Frankfurter Eintracht und den Glasgow Rangers am Mittwoch eine „Hitzeschlacht“. Sevilla, Endspielort und Hauptstadt Andalusiens, gilt als eine der heißesten Städte Europas und macht diesem Namen alle Ehre. Bis weit über 30 Grad steigen dort die Tagestemperaturen im Mai. Für Mittwoch sind 33 Grad am Tag und am Abend 27 Grad angesagt.

Bestes Fußballwetter für ein Flutlichtspiel, aber für die Finalisten aus Deutschland und Schottland eher ungewohnt. In Glasgow etwa werden aktuell nur 14 Grad gemessen.

„Wir sind konditionell topfit“, sagt Trainer Oliver Glasner und hat ausgetüftelt, wie er die Mannschaft am besten vorbereitet. „Der Peak muss am nächsten Mittwoch liegen“, betont er. Heute beginnt die Arbeit mit einer ersten Trainingseinheit nach zwei freien Tagen. Neben den jüngsten Europapokalspielen der Rangers gegen Leipzig stehen bei den Analysen auch das „Old Firm“ gegen Celtic, im Mittelpunkt. Da hatte Glasner in weiser Voraussicht am 1. Mai seine Mitarbeiter hingeschickt, um sich vor Ort ein Bild zu machen. „Wir werden gut informiert sein.“.

Glasner und Co. bewegen sich auf einem schmalen Grat. Sollen sie am Samstag beim FSV Mainz Spieler schonen oder vollzählig antreten? Der Trainer hat zwar angekündigt, „dass Mainz unsere Generalprobe wird und wir mit der bestmöglichen Elf beginnen“, doch auch diese Aussage lässt viel Interpretationsspielraum. Denn Glasner sagt auch: „Natürlich gehen wir kein Risiko ein.“

Die andere Seite: Glasner will seine Spieler im Rhythmus belassen. Also die beste Elf gegen Mainz? Die 05er werden der Eintracht nichts schenken. Ein Freundschaftsspiel wird es nicht werden.

Ganz andere Sorgen haben die vielen Eintracht-Fans, die keine Karten fürs Finale erhalten haben. Das Frustpotential ist groß. Der Klub ist von 100 000 Ticketanfragen überrollt worden. Er hat nur 10 000 Karten bekommen, 6000 für den Verkauf, dazu 4000 Freikarten, die laut UEFA an die „treuesten Fans“ gehen sollen, die zuletzt unter Corona gelitten haben.

An der Verteilung entzündet sich nun Kritik. Denn unter jenen, die Freikarten kommen, sind ausgerechnet auch die „Ultras“, jene Fangruppe, die während Corona dem Klub die kalte Schulter gezeigt hatten.

„Wir wissen, dass es viele Enttäuschte geben wird. Ich versichere, dass wir uns um jedes Ticket bemühen, um möglichst vielen Fans die Möglichkeit geben zu können, in Sevilla dabei zu sein“, sagte Vorstandssprecher Axel Hellmann. Organisationsleiter Philipp Reschke weilte mit einer Delegation in Sevilla, um weitere Details mit der UEFA zu besprechen, unter anderem, ob vor Ort ein „public viewing“ möglich ist. (Von Peppi Schmitt)

Auch interessant

Kommentare