Co-Trainer bleibt bei der Eintracht

Armin Reutershahn: Der perfekte zweite Mann

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Armin Reutershahn (links) bleibt der Eintracht auch unter Adi Hütter als Co-Trainer erhalten.

Frankfurt - Als Jupp Heynckes im letzten Herbst als  Nachfolger von Carlo Ancelotti beim FC Bayern anheuerte, hatte er sich als erstes seinen bewährten Assistenten Peter Hermann zurückgeholt. Dafür haben die Münchner sogar eine Ablösesumme an Fortuna Düsseldorf bezahlt. Von Peppi Schmitt

Co-Trainer werden in der Liga immer wichtiger, nicht nur als Vertraute des Chefs, als loyale Mitarbeiter, sondern auch als Ideengeber. Bei der Frankfurter Eintracht füllt diese wichtige Rolle seit bald zwei Jahren Armin Reutershahn aus. Schon von 2004 bis 2009 hat er für die Eintracht gearbeitet und sich einen Namen gemacht. Der inzwischen 58 Jahre alte Fußball-Lehrer gilt als einer der besten seines Fachs. Die FAZ hat ihn als den „perfekten zweiten Mann“ beschrieben.

Er hat viele Erfahrungen gesammelt in seinem langen Trainerleben, hat unter anderen mit Trainern wie Frank Pagelsdorf beim Hamburger SV, Friedhelm Funkel in Frankfurt, Dieter Hecking in Nürnberg, Huub Stevens in Stuttgart und Hoffenheim und Julian Nagelsmann in Hoffenheim zusammengearbeitet. Und natürlich in den letzten beiden Jahren mit Niko und Robert Kovac bei der Eintracht. Während die Kovacs jetzt weiterziehen nach München, hat Reutershahn beschlossen, endlich „sesshaft“ zu werden. Das war auch das persönliche Ziel, als er vor zwei Jahren von der TSG Hoffenheim zur Eintracht gewechselt ist. Er hatte damals seinen laufenden Vertrag in Hoffenheim aufgelöst. „Es war keine Entscheidung gegen die TSG, sondern eine für die Eintracht“, sagte er.

Reutershahn bleibt also. Gerüchte, Kovac wollte auch ihn mit zu den Bayern nehmen, haben sich nicht bewahrheitet. Dabei wäre dies aus rein sportlicher Sicht nur logisch gewesen. „Wir diskutieren alles immer gemeinsam“, hat er mal die Zusammenarbeit mit den Kovac-Brüdern beschrieben, „wir sind ein sehr reifes Trainerteam, bei uns ist alles Teamwork.“ Niko Kovac wird ihn bei den Bayern vermissen. Doch Reutershahn wollte wohl nicht unbedingt nach München. Er fühlt sich mit seiner Familie in Frankfurt wohl.

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Bei der Eintracht wird es mit dem neuen Trainer auch ein neues Trainerteam geben. Adi Hütter (48), der Österreicher, der aus der Schweiz von Young Boys Bern kommt, bringt seinem langjährigen Vertrauten Christian Peintinger (51) mit. Reutershahn aber bleibt dabei. Er ist neben Torwarttrainer Moppes Petz (57), der allerdings mit seinen Schützlingen so etwas wie ein sportliches „Eigenleben“ führt, die Konstante auf dem Trainingsplatz. Er soll Hütter helfen, sich schneller an die Eigenheiten der Bundesliga und natürlich auch an die Eigenheiten in Frankfurt und bei der Eintracht zu gewöhnen. Die Zeit wird zeigen, wie sich die Zusammenarbeit im sportlichen wie im menschlichen Bereich entwickelt.

Bis zum 2.Juli, dem Tag des ersten Trainings, werden noch viele Gespräche im kleinen Keris stattfinden. Dann geht es um Aufgabenverteilungen, um Trainingssteuerung, um Neuzugänge und Abgänge, vor allem auch um den Aufbau eines Vertrauensverhältnisses, das bei einer so engen Zusammenarbeit unabdingbar ist. Reutershahn geht die neue Herausforderung, die jeder Trainerwechsel für die Mitarbeiter mit sich bringt, mit viel Begeisterung an. „Ich freue mich über meinen Beruf. Ich bin jeden Morgen glücklich, dass ich zur Arbeit darf“, hat er mal gesagt. Daran hat sich nichts geändert.

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