Zambrano und Hasebe äußerst fraglich

Auch Marc Stendera fehlt gegen Mainz

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Marc Stendera (rechts) im Zweikampf mit David Kinsombi.

Frankfurt - Die Personalsituation der Eintracht wird vor de Spiel in Mainz immer schlimmer. Nun fällt auch noch Marc Stendera aus. Von Peppi Schmitt

Armin Veh fühlt sich ans wirkliche Leben erinnert. „Wenn die Waschmaschine kaputt geht, geht auch der Kühlschrank kaputt“, sagte der Trainer der Frankfurter Eintracht. Sollte heißen: Wenn mal was schief läuft, dann läuft immer mehr schief. Für die Eintracht bedeute dies, dass sich die Personalsituation vor dem Auswärtsspiel an diesem Samstag (15.30 Uhr) beim FSV Mainz 05 immer weiter verschärft. Die jüngste Hiobsbotschaft ist der Ausfall von Marc Stendera. Der Spielmacher hat sich beim Training am Donnerstag eine Adduktorenverletzung zugezogen. „Er ist zu neunundneunzig Prozent nicht dabei“, sagte Veh am Freitag. Mit Marco Russ, Stefan Reinartz und Luc Castaignos fallen ja noch drei weitere Stammspieler definitiv aus. Und hinter Carlos Zambrano und Makoto Hasebe stehen nach wie vor kleinere und größere Fragezeichen. Er wisse dementsprechend noch nicht, wie er seine Mannschaft aufstellen wird, gab Veh zu. „Aber der Vorteil ist, dass die Mainzer auch nicht wissen, mit welcher Aufstellung wir kommen“, fügte er hinzu.

Auf diesen minimalen Vorteil hätte er aber gerne verzichtet. Gerade der Ausfall von Stendera, seit Wochen einer der besten Spieler, schmerzt. „Natürlich fehlt er uns, er ist schließlich einer unserer wichtigsten Spieler“, sagt Veh, „aber ich kann mich nicht lange damit aufhalten.“ Andere müssten nun Verantwortung übernehmen. „Ich verlange von unseren älteren Spielern, dass sie vorangehen“, sagt er, „auch von meinem Kapitän.“ Eine klare Ansage also an Alexander Meier.

Der Eintracht-Tag im Ticker

Veh schießen die Gedanken nur so durch den Kopf, was kann er wo verändern, was muss er verändern. Das größte Problem: Eines hängt vom anderen ab. Denn nach wie vor ist ja nicht sicher, ob Abwehrchef Zambrano dabei sein kann. Fürs Training am Freitag hat es nach der fiebrigen Erkältung noch nicht gereicht. „Aber es geht ihm besser“, hofft Veh, dass sich die Genesung schnell fortsetzt. Zambrano ist aber wie auch Verteidiger Hasebe mit nach Mainz gefahren. Hasebe wird diesmal als Stendera-Ersatz im Mittelfeld gebraucht.

Aber wer spielt dann rechter Verteidiger? Timothy Chandler, der zuletzt nicht überzeugen konnten? Oder doch Aleksandar Ignjovski? Der wird freilich auch im linken Mittelfeld gebraucht. Löcher überall also, wird eines gestopft, reißt ein anderes auf. Johannes Flum ist im Gespräch als Notnagel für Zambrano, falls der doch ausfällt, aber auch im Mittelfeld, falls Ignjovski verteidigen muss. Und Luca Waldschmidt wäre für die Offensive eine Alternative. Viel mehr Möglichkeiten blieben dem Frankfurter Trainer nicht. Sogar Vaclav Kadlec, dessen Weggang zum Januar bereits beschlossen und verkündet ist, wird dabei sein. Und trotzdem nennt Veh als sein größtes Problem, „dass wir nicht wirklich gezielt trainieren konnten“.

Rückblick: Eintracht verliert in Mainz

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Die Eintracht wird unter diesen Umständen also als Außenseiter nach Mainz fahren. Noch nie haben sie dort ein Bundesligaspiel gewonnen. Sieben Mal haben Mainzer und Frankfurter im alten Bruchwegstadion und der neuen Coface-Arena gegeneinander gespielt, dabei gab es vier Unentschieden und drei Siege für die Mainzer. „Darüber mache ich mir wirklich keine Gedanken“, versichert Veh, dessen Mannschaft von gut 3500 Fans begleitet wird, die unter anderem wieder mit Schiffen anreisen. Vehs beiden Partien mit der Eintracht in Mainz endeten 0:1 und 0:0. „Da waren wir für die Mainzer ein genauso unangenehmer Gegner wie sie für uns“, sagt er. Auch deshalb gibt der Frankfurter Fußball-Lehrer nichts auf Statistiken. Dabei sind in diesen Tagen ein paar durchaus überraschende Werte bekannt geworden. So haben auswärts nur der FC Bayern (2) und der FC Ingolstadt (3) weniger Gegentore erhalten als die Eintracht (8). Und, wer hätte das gedacht, die Mainzer sind mit nur 46,5 Prozent gewonnenen Zweikämpfen die zweikampfschwächste Mannschaft der Liga.

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