Eigengewächs will sich durchsetzen

Aymen Barkok hat wieder Selbstvertrauen

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Aymen Barkok (hier beim Spiel gegen 1. FSV Mainz 05) ist so etwas wie das Vorzeigetalent der Eintracht.

Frankfurt - Aymen Barkok war in der vergangenen Saison einer der Senkrechtstarter bei Eintracht Frankfurt, hatte als damals noch Jugendspieler vor allem in der Vorrunde für einige Höhepunkte gesorgt. In der Rückrunde war er dann in ein tiefes Tal gerutscht. Von Peppi Schmitt

Und es dauerte ziemlich lange, bis er daraus wieder aufgetaucht ist. Zuletzt waren die Schritte zurück zur alten Form aber unübersehbar. Spätestens seit dem Trainingslager gehört der technische beschlagene Mittelfeldspieler wieder zu den Anwärtern auf einen Stammplatz. "Ich habe wieder Selbstvertrauen", sagt er, "und auch das Lachen ist wieder da."

Während der schweren Monate auf der Reservebank oder gar der Tribüne war Barkok froh, dass der Trainer nie das Vertrauen in ihn verloren hat. Kovac hatte sich immer wieder mit dem wohl aktuell größten Eintracht-Talent beschäftigt und Hinweise gegeben, wie er wieder auf den rechten Weg zurückfinden könnte. Vor allem Barkoks riskante Spielweise in der eigenen Hälfte, hatte dem Coach missfallen. Da war aus der Unbekümmertheit manchmal Überheblichkeit geworden.

"Ich soll nur zwei, drei Ballkontakte haben und dann abspielen", erzählt Barkok, "mit Dribblings soll ich vor allem im vorderen Drittel austoben." Das hat jetzt wieder viel besser geklappt. Auch weil das Eigengewächs vom Riederwald immer, das einst auch bei Rot-Weiss Frankfurt und den Offenbacher Kickers in der Jugend gekickt hatte, mit großer Ernsthaftigkeit versucht hat, an seinen Schwächen zu arbeiten und sie zu minimieren. "Abgehoben bin ich sicher nicht", sagt er, "dafür haben schon meine Eltern gesorgt."

Eintracht-Zeugnis nach der Hinrunde

Die Eintracht weiß was sie an Barkok hat. Er ist so etwas wie das Vorzeigetalent. "Wenn wir jedes Jahr einen wie ihn raus bringen, ist die Eintracht auf dem richtigen Weg", sagte Manager Bruno Hübner kürzlich. Auch deshalb war ein Ausleihen im Winter nie ein Thema, nicht für den Verein, nicht für den Spieler. "Das kam für mich nicht in Frage", sagt Barkok., "ich bleibe bei der Eintracht." Und da will er um einen Platz im Mittelfeld gegen die große Konkurrenz kämpfen.

Bei aller Bescheidenheit weiß der Sohn marokkanischer Eltern auch, was er kann. "Ich habe meine Stärken im Offensivspiel, kann den entscheidenden Pass spielen und in ein-zu-eins-Situationen gehen", sagt er. Wenn er jetzt noch die Disziplin beim Verteidigen erlernt, kann der deutsche Junioren-Nationalspieler sicher seinen Weg zu einem gestandenem Profi fortsetzen.

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