Keine Neuzugänge im Winter geplant

Eintracht bangt um Chandler

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Timothy Chandler (hier im Gespräch mit Trainer Nico Kovac beim Spiel gegen Bayern München)

Frankfurt - Seit dem Auswärtsspiel in Hannover sitzt Timothy Chandler in den Trainingseinheiten nur noch auf dem Fahrrad. Die Achillesferse schmerzt den Verteidiger der Eintracht. Und dies schmerzt wiederum den Trainer.

Denn wenn einer im Moment unersetzlich ist, dann ist es Chandler. Die beiden anderen gelernten rechten Verteidiger im Aufgebot, stehen ja seit Wochen und Monaten nicht zur Verfügung. Danny da Costa kämpft sich nach einer Sehnenverletzung erst langsam wieder heran, ist über Dauerläufe auf dem Rasen noch nicht hinausgekommen. Und Yanni Regäsel spielt sowieso keine Rolle mehr. Der ehemalige Berliner hat seit einer Hüftoperation im Frühjahr den Anschluss nicht mehr geschafft. Die Eintracht bangt also vor dem Heimspiel gegen Borussia Dortmund um Chandler. "Es ist nicht so schlimm", versucht Manager Bruno Hübner zu beruhigen, "es ist nur eine Vorsichtsmaßnahme."

Hübner hat wie Trainer und Spieler den Champions-League-Auftritt der Dortmunder im Fernsehen ganz genau angeschaut. Und gesehen, was alle gesehen haben: Die Dortmunder haben sich schwer getan, die Leichtigkeit der ersten Wochen scheint dem Tabellenführer der Liga abhanden gekommen zu sein. "Wir treffen sie in einer Phase, in der es nicht so gut läuft", sagt Hübner, "aber wir müssen mit einer Trotzreaktion rechnen". So schlecht wie auf Zypern würde der BVB bestimmt nicht noch einmal spielen. Die Eintracht rechnet sich also Chancen aus am Samstag in der mit 51.500 Zuschauern ausverkauften Arena. Hübner: "Wir glauben an uns."

Der Trainer muss derweil sortieren, welcher seiner Spieler fit genug ist für das Duell mit dem Spitzenreiter. Denn viele sind in diesen Tagen zurückgekehrt ins Training. Luka Jovic (nach Krankheit) war wieder auf dem Platz, auch Slobodan Medojevic (nach Wadenproblemen) und Jonathan de Guzman (nach Leistenschmerzen). Sie alle hatten zuletzt in Hannover gefehlt. Marc Stendera hat nach überstandener Erkältung wieder Laufarbeit verrichtet und selbst Gelson Fernandes arbeitet sich nach einem Muskelfaserriss wieder heran, wenn auch noch nicht am Ball.

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Insgesamt 22 Feldspieler haben am Mittwoch am Mannschaftstraining teilgenommen, Trainer Kovac bietet sich also die "freie Auswahl". Spieler hat die Eintracht also genügend. Deshalb wird es im Winter voraussichtlich auch keine Neuen geben. "Das ist nicht geplant", sagt Manager Hübner, "es sei denn, es passiert etwas Außergewöhnliches". Die Eintracht wäre allerdings bereit, Spieler abzugeben. Ein Kandidat: Andersson Ordonez, der in dieser Saison bislang keine Chance hatte. "Ich bin immer ein Freund davon, einem Spieler woanders Spielpraxis zu verschaffen, wenn er hier nicht ins Laufen kommt," sagt Hübner. (ps)

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