Eintracht-Auftakt in Freiburg

„Erst siegen, dann träumen“

+
Mit Carlos Zambrano (links) und Torwart Kevin Trapp soll die Eintracht-Defensive wieder mehr Stabilität bekommen.  

Frankfurt - Die einen, wie Mittelfeldspieler Makoto Hasebe, sprechen bei vier Punkten Rückstand von Europa. Andere, wie Torjäger Alexander Meier oder auch Vorstandsboss Heribert Bruchhagen, warnen und mahnen bei sechs Punkten Vorsprung vor der Abstiegszone. Von Peppi Schmitt

Die Frankfurter Eintracht liegt nicht nur auf Platz neun in der Mitte der Liga, die Frankfurter befinden sich auch zwischen großen Hoffnungen und handfesten Bedenken. Der Trainer hat dazu eine ganz eigene Meinung. „Es ist allemal besser, wenn die Spieler sich hohe Ziele setzen“, sagt Thomas Schaaf, „aber alle sollten auch wissen, dass wir um jeden Erfolg hart kämpfen müssen.“ Das gelte schon für den Auftakt am Samstag (15.30 Uhr) beim Tabellenletzten SC Freiburg. „Wenn wir das nicht auf die Reihe kriegen, dann brauchen wir über das andere gar nicht zu reden“, sagt der Eintracht-Coach. Die Reihenfolge müsse eingehalten werden: Erst in Freiburg bestehen und dann von höheren Zielen sprechen. Träume von Europa seien nicht schlecht und auch nicht verkehrt, „aber sie sind nicht relevant“.

Die Partie im Breisgau sei für die Eintracht sehr schwierig, „weil wir um die Situation der Freiburger wissen“. Die stehen mit dem Rücken zur Wand, werden mit viel Kampf und Leidenschaft versuchen, den Anschluss nicht zu verlieren. „Unser Anspruch ist es aber, dort was mitzunehmen“, sieht der Frankfurter Trainer dem Spiel zuversichtlich entgegen. Zuletzt gab es in Freiburg häufig knappe Ergebnisse, 1:1 und 0:0 waren die bevorzugten Resultate in den letzten Jahren. In der Vorrunde hat die Eintracht glücklich 1:0 gewonnen. An 0:0 glaubt diesmal nicht einmal der Trainer. „Wie soll das bei uns gehen?“, fragt Schaaf. Er setzt also weiter auf seine Offensive, auf das beste Sturmduo der Liga, auf Alexander Meier und Haris Seferovic.

Die Abwehrschwächen aus der Vorrunde mit 34 Gegentoren seien genau analysiert, eine abschließende Lösung aber nicht gefunden. „Es ist ja nicht ein einziges Detail, das man verändern könnte und alles wäre gut“, sagt Schaaf, „es waren immer wiederkehrende Fehler in verschiedenen Bereichen“. Zu schlechtes Passspiel, zu langsames Umschalten, dann wieder falsche Reaktionen - es habe viele Probleme in der Verteidigung des eigenen Tores gegeben. Während der Vorbereitung sei daran gearbeitet worden, „wie wir eine Sperre reinkriegen“. Eine Sperre für den Gegner.

Rückblick: Bilder vom Hinspiel-Sieg gegen Freiburg

Eintracht siegt gegen Freiburg

Helfen soll dabei vor allem Carlos Zambrano, der in der Vorrunde viele Monate gefehlt hat. Nun ist der Abwehrchef wieder fit und wird ziemlich sicher in der Anfangsaufstellung stehen. Die Rückkehr von Kapitän Kevin Trapp ins Tor soll ebenso zur Stabilisierung beitragen wie die Möglichkeit, die beiden Japaner Makoto Hasebe und Takashi Inui nach ihrer Reise zu der Asien-Meisterschaft einsetzen zu können.

Grundsätzlich ist der erfahrene Coach froh, dass die Bundesliga gleich mit einer „englischen Woche“ beginnt, also mit drei Spielen innerhalb von acht Tagen. Schon am Dienstag empfängt die Eintracht den VfL Wolfsburg, am Sonntag geht es dann zum FC Augsburg.

Dass sich die Eintracht sich bislang auf dem Transfermarkt zurückgehalten habe und mit Martin Lanig und Jan Rosenthal nur Spieler abgegeben hat, sei im Vertrauen in die eigene Mannschaft begründet. „Wir sind gut aufgestellt“, sagt er, „es gibt in unserem Kader viele Variationsmöglichkeiten“. Und doch schließt Schaaf einen Neuzugang bis zur Schließung der Transferliste am Montagmittag nicht aus. Die Eintracht in Person von Sportdirektor Bruno Hübner sei nicht „hyperaktiv“, aber man beobachte den Markt ganz genau.  

Vergewaltigungsvorwürfe in der Vorbereitung

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare