Gegen Young Boys Bern

Eintracht Frankfurt blamiert sich beim Testspiel gegen Young Boys Bern

+
In Überzahl auch mal Zweikampfsieger: die Frankfurter David Abraham (li.) und Lucas Torro gegen den Berner Guillaume Hoarau.

Beim Testspiel gegen Young Boys Bern trifft Eintracht-Trainer Adi Hütter auf seinen alten Verein - und wollte auf keinen Fall verlieren. Doch das hat nicht geklappt. Eintracht Frankfurt zeigt eine indiskutable Vorstellung.

Die Menschen in der Schweiz sind dankbar, und sie vergessen nicht so schnell. Als Adi Hütter am Mittwochabend aus dem Bauch der kleinen Arena in Biel nach draußen auf den Rasen schritt, da brandete lauter Beifall auf. 

Der Eintracht-Trainer wurde, für eidgenössische Verhältnisse, fast schon frenetisch abgefeiert, schließlich hatte er Young Boys Bern im vergangenen Jahr nach 32 Jahren mal wieder die Schweizer Meisterschaft geschenkt. Danach zog er weiter zur Eintracht und schrieb eine ähnliche Erfolgsgeschichte in Frankfurt.

Lesen Sie auch: Marco Russ im Interview

Gestern Abend traf er mit seinem neuen auf seinen alten Klub, die Begegnung im Rahmen eines Mini-Turniers wollte der Österreicher auf keinen Fall verlieren, zu speziell ist dieses Duell, doch das hat dann nicht ganz so geklappt wie geplant. Seine Mannschaft bot gegen die Berner, auch in diesem Jahr Schweizer Titelträger, eine indiskutable Vorstellung und verlor nach Toren von Guillaume Hoarau (6.), Nicolas Ngamaleu (30.), Jean-Pierre Nsame (68.), Gianluca Gaudino (74.), Sohn des ehemaligen Frankfurter Profis Maurizio, und Esteban Petignat (81.) sowie einem Eintracht-Treffer von Dejan Joveljic (85.) mit 1:5 (0:2). Höchst blamabel. „So dürfen wir uns nicht präsentieren, so dürfen wir uns nicht abschlachten lassen“, sagte der Frankfurter Neuzugang Dominik Kohr: „Das müssen wir kritisch analysieren.“

Zum Nachlesen: Das Testspiel gegen Young Boys Bern im Ticker

Gerade im ersten Abschnitt zeigte die Eintracht eine bedenkliche Darbietung, da klappte gar nichts – auch wenn die Young Boys in der Vorbereitung zehn Tage weiter sind und die Hessen ja erst mit selbiger begonnen haben. Klar waren die Frankfurter auch müde und nicht eben spritzig. Zudem bot Coach Hütter im ersten Durchgang eine Elf auf, die vor allem in der Abwehr und im Mittelfeld so noch nicht zusammengespielt hat und es wohl auch nicht mehr wird. So darf man sich dennoch nicht präsentieren.

Auffällig waren, so oder so, die vielen leichten Ballverluste und unpräzisen Abspiele. Mijat Gacinovic und vor allem Ante Rebic taten sich durch ihren schlappen und lustlosen Auftritt hervor, der Brasilianer Tuta war total überfordert. Im zweiten Abschnitt ging es in neuer Besetzung ähnlich weiter, am Ende fiel die Eintracht auseinander und wurde vorgeführt. Vor den Frankfurtern liegt verdammt viel Arbeit, und die Zeit drängt: In genau zwei Wochen steht das ersten Pflichtspiel an.

Derweil gibt es mal wieder ein neues Gerücht um Sebastien Haller. Der französische Mittelstürmer soll angeblich für 40 Millionen Euro zu West Ham United wechseln. Das behauptet zumindest der für die „Gazzetta dello Sport“ berichtende Sportjournalist Nicolo Schira. Bei der Eintracht winkten sie ob der Meldung genervt ab.

Das Spiel: Eintracht Frankfurt - Young Boys Bern

Young Boys Bern - Eintracht Frankfurt 5:1 (2:0)

Eintracht: Rönnow - Abraham (46. Touré), Russ (46. Hasebe), Tuta (46. Ndicka) - Chandler (46. da Costa), Stendera, (46. de Guzman) Torro (46. Kohr), Gacinovic (46. Kamada), Kostic (46. Willems) - Paciencia (46. Joveljic), Rebic (46. Haller).

Tore: 1:0 Hoarau (6.), 2:0 Ngamaleu (30.), 3:0 Nsame (68.), 4:0 Gaudino (74.), 5:0 Petingnat (81.), 5:1 Joveljic (85.).

Schiedsrichter: Jaccottet Adrien

Zuschauer: 5000

Lesen Sie auch:

Schwere Verletzung: Eintracht Frankfurt muss lange auf Djibril Sow verzichten

Die braven Frankfurter Wüstensöhne im Schweizer Trainingslager

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare