Vor dem DFB-Pokalspiel auf Schalke

David Abraham: „Wir wollen Geschichte schreiben“

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Archivbild

Frankfurt - David Abraham gehört zu den besten Spielern der Frankfurter Eintracht. Der 31 Jahre alte Argentinier ist der Abwehrchef, der schnellste Profi im Kader. Von Peppi Schmitt

Seit Alex Meier wegen Verletzung auf dem Platz fehlt trägt Abraham auch die Kapitänsbinde. Als Spielführer und Meinungsführer ist er freilich noch nicht oft aufgetreten. Nun aber, vor dem Halbfinale im DFB-Pokal am Mittwoch auf Schalke, war er gefordert. Unser Mitarbeiter Peppi Schmitt hat Antworten des Eintracht-Kapitäns aufgezeichnet.

Über die Stimmungslage im Team nach dem Bekanntwerden des Kovac-Abgangs: „Das alles liegt komplett außerhalb unseres Machtbereichs. Aber natürlich wird in der Kabine darüber gesprochen. Wir gehen gelassen und professionell damit um und wir akzeptieren und respektieren es. Alle fokussieren sich aufs Spiel, die Spieler und der Trainerstab. Diese Geschichte hat überhaupt keinen Einfluss auf die Leistung der Mannschaft.“

Über die Bedeutung des Spiels auf Schalke: „Es ist für uns ein ganz, ganz wichtiges Spiel. Wir wissen ja, wie es in Berlin ist, das war letztes Jahr ein tolles Gefühl. Jetzt wollen wir nochmal hin. Wir haben hundert Prozent Energie und hundert Prozent Konzentration.“

Über den Druck vor dem Spiel: „Von Druck will ich gar nicht sprechen. Ich spüre bei mir, wie das Adrenalin immer höher steigt. Das geht allen so, wir sind einfach voller Vorfreude.“

Über die Chancen gegen Schalke: „Schalke spielt in dieser Saison konstant gut. Aber Liga und Pokal sind nicht zu vergleichen. Wir werden 90 Minuten mit Volldampf spielen, notfalls auch 120 Minuten. Wir sind gut drauf und werden alles daran setzen, zu gewinnen. Dazu haben wir das Zeug. Wir wollen Geschichte schreiben. Ob das klappt, weiß ich nicht, aber ich kann versprechen, dass alle alles geben werden. Wenn wir nicht ins Endspiel kommen, soll uns keiner vorwerfen könne, dass wir nicht alles getan hätten.“

Über seine besondere Rolle als Kapitän: „Wie einige andere muss ich meine Erfahrung einbringen. Ich gehe das ganz professionell an und bin sicher, dass wir uns als Einheit präsentieren werden.“

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Über die taktischen Vorgaben: „Wir werden vom Trainer alle Anweisungen bekommen, die wir brauchen. Wir müssen sicher vorsichtig sein bei den Standards der Schalker, da sind sie besonders gut. Wir müssen auch defensiv einige Dinge abstellen, denn zuletzt haben wir einfach zu viele Gegentore hinnehmen müssen. Wir müssen quasi zurück zu den Basics. Wir müssen alle elf gut verteidigen, dazu haben wir die Qualität. Und nach vorne müssen wir den Schalker weh tun.“

Über die Taktik im Sturm mit einem oder zwei Stürmern: „Da bin ich der falsche Ansprechpartner. Aber grundsätzlich ist die Einstellung wichtiger als die Aufstellung.“

Über die vermeintliche Müdigkeit und die Gründe für die Niederlage zuletzt in Leverkusen: „Das Spiel in Leverkusen hat sich nach der Halbzeit komplett verändert. Wir hatten es nicht mehr unter Kontrolle. Eine wirkliche Erklärung dafür habe ich nicht. Nach den Kontertoren hatten wir einfach nichts mehr entgegenzusetzen.“

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