Arena zum ersten Mal ausverkauft

Eintracht gegen Köln: Hellmann freut sich auf „echtes Fußball-Flair“

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Alex Meier hat als Eintracht-Spieler bisher insgesmt zehnmal gegen den 1. FC Köln getroffen, die Frankfurter hoffen, dass er am Samstag wieder fit ist. 

Frankfurt - Wenn am Samstagabend (18.30 Uhr) die Frankfurter Eintracht auf den 1.FC Köln trifft, ist das eine ganz besondere Bundesliga-Begegnung. „Das ist eine super Ausgangsbasis für ein tolles Spiel“, glaubt Eintracht-Manager Bruno Hübner. Von Peppi Schmitt

Eine Partie „mit echtem Fußball-Flair“ sagt Vorstandsmitglied Axel Hellmann, „da treffen zwei Traditionsvereine aufeinander, die aktuell gut dastehen, was will man mehr.“ Und Trainer Niko Kovac freut sich auf ein Duell „von zwei großen Klubs.“ Die Zuschauer sind vom Duell der Bundesligagründungsmitglieder elektrisiert: Die Arena ist mit 51.500 Zuschauer bereits jetzt ausverkauft, zum ersten Mal in dieser Saison.

Viel gesprochen wird in diesen Tagen über die Torjäger der beiden Klubs. Da ist zunächst einmal der Kölner Anthony Modeste, der gerade mit einem astreinen Hattrick für den 3:0-Sieg gegen den 1.FC Köln gesorgt hat und mit elf Treffern ganz oben in der Torschützenliste der Liga steht. „Überragend“ spiele der 28 Jahre alte Franzose in diesen Tagen und Wochen, lobt der ehemalige Stürmer Hübner, „die Kölner sind aber schon ein wenig von ihm abhängig.“ Darin sieht die Eintracht bei allem Respekt vor Modestes Topform eine Chance. „Wir müssen die Zufuhr von außen an Modeste unterbinden“, sagt der Trainer, „wir werden uns da was einfallen lassen müssen.“

Wen er direkt gegen Modeste stellen wird, ließ Kovac offen. Zum einen Ist natürlich Jesus Vallejo ein Kandidat, der seit Wochen gemeinsam mit seinem Partner David Abraham überragend spielt. Denkbar wäre es aber auch, auf einen groben Klotz kg schwer) eine groben Keil zu setzen, also Michael Hector (193 Meter) gegen Modeste (1,87 Meter groß) aufzubieten. Der 24 Jahre alte Hector ist freilich mit einem kleinen Malus in die Trainingswoche gestartet. Am Montag hatte er bei der Übungseinheit gefehlt, weil sein Rückflug aus London wegen Nebels zunächst gecancelt worden war. „Die verpasste Einheit muss er natürlich nachholen“, sagte der Trainer.

Bilder: Meier-Show und Torfestival gegen 1. FC Köln

Das Frankfurter Pendant zu Modeste ist Alexander Meier. Der Kapitän der Eintracht ist ein ausgewiesener Köln-Spezialist. In den letzten vier Begegnungen seit 2014 hat er gegen die Kölner immer getroffen, insgesamt acht Tore erzielt. „Das steckt bei denen schon in den Köpfen“, glaubt Manager Hübner. Und Meier, der zuletzt zweimal wegen einer Gesäßmuskelzerrung zuschauen musste, soll rechtzeitig wieder fit werden. Am Montag hat er noch einmal individuell trainiert, an diesem Dienstag soll er wieder mit der Mannschaft arbeiten. „Es sieht gut aus mit seiner Fitness“, sagte Trainer Kovac, „er hat am Montag einen Test absolviert und ihn bestanden.“ Kovac geht davon aus, dass Meier am Samstag spielen kann. Und er wird ihn ziemlich sicher auch aufstellen. „Es wäre natürlich sehr wichtig für uns, wenn Alex zurückkehrt“, sagt er, „ich freue mich jedenfalls, wenn er wieder dabei ist.“

Nach dem Spiel gegen den 1.FC Köln werden viele Eintracht-Nationalspieler wieder zu Länderspielreisen aufbrechen. Die Daheimgebliebenen spielen am 10. November am Bornheimer Hang in einem Freundschaftsspiel gegen den FSV Frankfurt.

Mit Danny Blum könnte noch ein weiterer Angreifer in den Kader zurückkehren. Blum hatte sich im Training am 6. Oktober einen Innenbandanriss im linken Knie zugezogen. Jetzt hat er den Anschluss über das Training mit Rehatrainer Martin Spohrer wieder geschafft. Am Donnerstag soll der Neuzugang aus Nürnberg wieder ins Mannschaftstraining einsteigen. Und könnte dann am Samstag auf Anhieb wieder im Kader stehen. „Dannys Geschwindigkeit könnte uns gegen Köln gut tun“, sagt der Trainer, „eine Viertelstunde, zwanzig Minuten kann er sicher spielen.“ Keine personellen Probleme also bei der Eintracht vor dem Gute-Laune-Spiel.

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