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Die Auswärtsserie spricht für die Eintracht

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Von: Peppi Schmitt

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Eintracht Frankfurt - SV Werder Bremen
Harter Kampf im Hinspiel © dpa

Frankfurt - Der Optimismus ist groß bei der Frankfurter Eintracht vor dem Saisonfinale beim SV Werder Bremen. Ob Spieler, Trainer oder Fans – alle sind sie überzeugt, dass am Samstag der Klassenerhalt gefeiert werden kann. Von Peppi Schmitt

Alle sind sich im Klaren darüber, dass es eine mehr als schwierige Aufgabe werden wird. „Wir müssen kühlen Kopf bewahren“, mahnt Trainer Niko Kovac, der weiter vorangeht bei allen Bemühungen die optimale Vorbereitung hinzubekommen. „Wir leben alles vor und fordern die Spieler“, sagt der 44 Jahre alte Coach, „wir werden jeden Schlendrian im Keim ersticken und die Anspannung hoch halten.“ Das führt dann schon einmal dazu, dass Kovac während der Übungseinheiten laut wird, wenn die Vorgaben nicht so umgesetzt werden, wie gefordert. Unterstützt werden alle Bemühungen von einer Statistik, womöglich der aussagekräftigsten in diesen Tagen. Für die Eintracht spricht nämlich, dass sie gegen keine einzige Mannschaft, die unter den letzten Acht der Tabelle steht, in dieser Saison ein Auswärtsspiel verloren hat.

In Hannover (2:1), Stuttgart (4:1) und Darmstadt (2:1) haben die Frankfurter gewonnen, in Hamburg (0:0), Hoffenheim (0:0) und Augsburg (0:0) jeweils unentschieden gespielt. Hält diese Serie auch in Bremen, bleibt die Eintracht in der Bundesliga. Ab diesem Donnerstag wird Trainer Kovac die Sinne hinter verschlossenen Türen schärfen. Das könnte auch nötig sein, denn in den vergangenen Tagen ist das Trainingsgelände hinter der Arena Ausflugsziel geworden. Die Zuschauerzahlen sind täglich gestiegen. Der Trainer spürt vor allem die Euphorie, die in der Stadt und der Region rund um die Eintracht entstanden ist, hauptsächlich auf dem Trainingsgelände, „weil ich kaum einmal in die Stadt komme.“ Ihn freue diese Begeisterung, sei sie doch auch Ausdruck der geleisteten Arbeit.

Doch die vielen Zuschauer bringen nicht nur Vorteile. Denn zu den ganz großen Stärken dieses Trainers gehört, dass er den Spielern immer wieder die richtige Taktik an die Hand gegeben und diese in den Übungsstunden immer wieder probiert hat. Das war in den vergangenen Tagen schwierig, denn unter den Kiebitzen waren mit Sicherheit auch Vertreter aus Bremen. Dennoch hat sich die vermeintliche Anfangsformation herauskristallisiert. Und auch da bliebt Kovac seiner Marschrichtung treu. Er wird wieder eine andere Auf- und eine andere Einstellung wählen. Ein Wechsel ist unfreiwillig: Für den gesperrten Szabolcs Huszti wird wohl Marc Stendera ins Team rücken. Die Fünferkette aus dem Dortmund-Spiel wird um ein Glied gekürzt (Constant Djakpa), dafür ein offensiver Spieler mehr aufgeboten. Vieles deutet auf Mijat Gacinovic hin. Und Haris Seferovic wird nach Sperre zurückkommen und für Luc Castaignos spielen. Sicher ist das aber alles nicht.

Rückblick: Bilder des Hinspiels

„Fünferkette, Viererkette, Dreierkette, das System ist irrelevant“, sagt Kovac, „es ist wichtig, dass wir laufen, kämpfen und unsere Aufgaben erfüllen.“ Dass Alexander Meier wieder zum Aufgebot gehören kann, vergrößert die Möglichkeiten des Trainers. Meier hat sowohl am Dienstag als auch am Mittwoch schmerzfrei trainiert, ein Bankplatz scheint wahrscheinlich. Davon ist Carlos Zambrano noch weit entfernt. Der peruanische Abwehrspieler hat zwar am Mittwoch Lauftraining absolviert und fühlt sich besser. „Ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass er dabei sein kann“, sagt Kovac, „aber die Wahrscheinlichkeit ist eher gering.“ Immer wieder weist der Frankfurter Trainer darauf hin, dass die Eintracht zwar viel erreicht hat in den vergangenen Wochen, aber noch nichts geschafft. Noch immer könnten drei Mannschaften absteigen, freilich habe seine Mannschaft nun die beste Ausgangsposition.

Das Frankfurter Glas sei wieder halbvoll, „aber wir dürfen es jetzt nicht umschütten, sondern müssen es sicher nach Hause bringen.“ Unterstützung für seine ganz persönliche Ernsthaftigkeit erhält Kovac rundum. So weist Manager Bruno Hübner immer wieder darauf hin, „dass wir noch alles verlieren können“. Auch er ist überzeugt davon, dass dieses Wissen und die daraus folgende Einstellung „in den Köpfen der Spieler drin ist.“ Vieles erinnere in der Tat an das „Wunder von 1999“. „Aber das entscheidende vierte Spiel müssen wir auch noch gewinnen“, fordert der Sportdirektor.

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