Strafe für Ausschreitungen

Eintracht-Fans dürfen nicht nach Darmstadt

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Unter anderem wegen des Verbrennens von Schals und Bannern im Stadion verurteilte der DFB Eintracht Frankfurt zu einer Geldstrafe und einem Teilausschluss der Zuschauer.

Frankfurt - Strafe für die Fans von Eintracht Frankfurt: Der DFB ahndet die Vorkommnisse aus den Spielen in Aue und gegen Darmstadt 98.

Die Eintracht muss insgesamt 75.000 Euro Strafe zahlen, außerdem wird für das Heimspiel gegen den VfB Stuttgart der Stehplatz-Block 40 in der Nordwestkurve gesperrt. Die Austragung eines weiteren Heimspiels unter teilweisem Ausschluss der Öffentlichkeit in gleichem Umfang wurde zur Bewährung ausgesetzt.

Wegen der Vorfälle beim Heimspiel gegen Darmstadt 98 dürfen die Eintracht-Fans ihre Mannschaft nicht zum Auswärtsspiel nach Darmstadt begleiten. Der Gästeblock am Böllenfalltor muss gesperrt werden, Eintracht Frankfurt muss dem SV Darmstadt 98 den Ausfall der damit verbundenen Einnahmen ersetzen. Der DFB verbietet den Eintracht-Fans außerdem bis zum Ende der Saison Choreographien und die Verwendung von Blockfahnen bei Heim- und Auswärtsspielen.

Die Eintracht hat dem Urteil zugestimmt, wollte sich aber bisher nicht dazu äußern. Darmstadts Präsident Rüdiger Fritsch meinte nur: "Letztlich ist das eine Angelegenheit der Eintracht und des DFB-Sportgerichts. Wir hoffen, dass kommende Derbys stimmungsvoll und mit Anfeuerungen von beiden Seiten, aber gleichzeitig friedlich vonstatten gehen."

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Die Frankfurter gelten vor dem Sportgericht als Wiederholungstäter. Beim ersten Spiel nach dem Wiederaufstieg 2012 durften gegen Bayer Leverkusen nur 20.000 statt der sonst üblichen 51.000 Zuschauer ins Stadion. Allein in der Saison 2013/14 wurde der Verein zu Geldstrafen in der Gesamtsumme von 253.000 Euro verurteilt.

Bereits davor hatten die eigenen Fans die Eintracht als "deutscher Randale-Meister" bezeichnet. Als Konsequenz aus solchen Vorfällen hatte Vorstandschef Heribert Bruchhagen aber schon unmittelbar nach dem Darmstadt-Spiel vor allem eines gefordert: "Der Dialog ist unverzichtbar. Wir müssen immer wieder an die appellieren, die Vernunft zeigen und den Fußball lieben." Er kenne "keine andere Möglichkeit, als intensiv durch Gespräche auf die Fans einzuwirken. Drakonische Strafen haben in der Vergangenheit zu keiner Veränderung geführt." (nb/dpa)

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