Zukunft des „Fußballgotts“ noch offen

Fans starten Online-Petitionen für neuen Meier-Vertrag

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Er hat nur ein paar Minuten in dieser Saison gespielt, aber gleich ein Tor erzielt: Die Mitspieler gratulieren „Fußballgott“ Alex Meier (rechts) nach seinem Treffer gegen den Hamburger SV.

Frankfurt - Am Mittwochabend hat Alex Meier seinen Golden Retriever „Alf“ auf den Rücksitz gepackt, ist ins Auto gestiegen und nach Hamburg gefahren. Ein paar Tage will der „Fußballgott“ bei seinen Eltern ausspannen, die aufregenden letzten Tage Revue passieren lassen. Von Peppi Schmitt

Mitte nächster Woche kehrt er dann nach Frankfurt zurück. Das passt, denn dann wird auch Adi Hütter in der Stadt sein. Und dann wird es wohl zu einem Gespräch kommen. Der neue Trainer muss letztlich entscheiden, ob er noch ein weiteres Jahr auf den 35 Jahre alten Profi mit dem Torinstinkt vertraut. Meier, in der abgelaufenen Saison lange verletzt, für ein paar wenige Minuten und für ein großes Tor im letzten Heimspiel zurückgekehrt, wünscht sich die Fortsetzung der Karriere („Ich höre auf keinen Fall auf“) bei „seiner“ Eintracht. 14 Jahre spielt er nun schon für die Adler, ein 15. soll folgen.

Die meisten Würdenträger des Clubs in Vorstand und Aufsichtsrat, die Fans, die gerade im Internet gleich mehrere Petitionen gestartet haben („Neuer und leistungsgerechter Vertrag für Alex Meier Fussballgott!“ und „Neuer Vertrag für Alex Meier“), ehemalige Spieler wie Bundesliga-Rekordspieler Charly Körbel und Mitspieler wie Marco Russ oder der scheidende Lukas Hradecky - sie alle sind dafür, dass Meier weitermachen darf. Nicht aus Dankbarkeit für vergangene Verdienste, sondern vor allem wegen seiner unbestreitbaren Qualitäten. Meier selbst fühlt sich so gesund und fit wie seit Jahren nicht mehr. Er ist überzeugt, dass er noch mithalten kann. „Ich kann auch der Eintracht noch helfen“, hat er mehr als einmal gesagt.

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Etwas verwunderlich ist es schon, dass das auch von Sportvorstand Fredi Bobic angekündigte Gespräch noch nicht stattgefunden hat. Immerhin hat Aufsichtsratsboss Wolfgang Steubing eine Tür geöffnet. „Vielleicht finden wir eine Lösung, die jedem gerecht wird“, hat Steubing gesagt, „es gehören alle Parteien dazu, wir wollen eine gemeinsame Lösung“.

Meier bleibt geduldig. Zwar liegen ihm inzwischen Anfragen und Angebote anderer Vereine aus dem In- und Ausland vor, doch die Eintracht bleibt sein erster Ansprechpartner. Anfang Juni will er dann nach Miami fliegen, seinen Dauer-Urlaubsort. „Es wäre ganz schön, wenn ich bis dahin mit der Eintracht klar wäre“, wünscht er sich.

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