Finanzielle Probleme

SGE-Mitglieder mit „katastrophaler Zahlungsmoral“

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Präsident Peter Fischer bei der Hauptversammlung von Eintracht Frankfurt.

Frankfurt - Der Dachverein von Eintracht Frankfurt steckt in finanziellen Geldnöten. Mit einem Fünfjahresplan will die Eintracht wieder in die Spur zurückkommen.

Der Gesamtverein Eintracht Frankfurt steckt auch wegen der „katastrophalen Zahlungsmoral“ seiner Mitglieder in einer schwierigen finanziellen Situation. Dies beklagte Präsident Peter Fischer gestern Abend bei der Mitgliederversammlung des Traditionsclubs, dessen Bundesliga-Fußballer als AG ausgegliedert sind. Dabei ist die Zahl der Mitglieder 2013 um 9000 auf 26.852 gestiegen. Der Club habe Ausfälle von „vielen hunderttausend Euro“ zu verzeichnen gehabt, die aber durch Spenden in Höhe von 600.000 Euro kompensiert werden konnten. Das Geschäftsjahr 2012/2013 schlossen die Frankfurter mit einem Minus von knapp 940.000 Euro ab.

Der neue Schatzmeister Thomas Förster sagte, man habe seit seinem Amtsantritt im Frühjahr „eine Mammutaufgabe“ bewältigen müssen. Aufgrund von falschen Ansätzen in der Finanzplanung und Steuernachforderungen für die vergangenen zehn Jahre sei zwischenzeitlich eine Liquiditätslücke von sechs Millionen Euro entstanden. Mit einem Sparplan und dem Verkauf von fünf Prozent der Aktien der Fußball-AG für 1,25 Millionen Euro wurden zunächst die größten Probleme gelöst. Mit einem Fünfjahresplan will die Eintracht wieder in die Spur zurückkommen, sagte Förster vor nur 275 stimmberechtigten Mitgliedern in der Wolfgang-Steubing-Halle.

Aufsichtsrats-Chef geht fest von Veh-Verbleib aus

Nach Clubboss Heribert Bruchhagen geht zudem auch Eintracht Frankfurts Aufsichtsrats-Chef Wilhelm Bender fest von einer Vertragsverlängerung mit Trainer Armin Veh aus. „Der Trainer weiß, dass ihm hier alle Türen offen stehen. Er muss nur durchgehen“, sagte der 69-Jährige in der „Sport Bild“. „Ich gehe davon aus, dass wir auch nächste Saison zusammenarbeiten.“ Bender hat nach eigenen Angaben im Trainingslager des Fußball-Bundesligisten in Abu Dhabi länger mit Veh gesprochen. „Er ist ein souveräner und selbstbewusster Mann, den es jetzt nicht interessiert, wie viel er im Juli verdient. Wir sind genauso relaxed“, meinte er. Der Vertrag des Trainers mit der Eintracht läuft am Ende dieser Saison aus.

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dpa

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