Über 40 Fälle nach DFB-Pokalfinale bestraft

„Eigene Fanszene verraten“: Eintracht geht gegen Schwarzmarkthändler vor

Frankfurt - Der hessische Bundesligist Eintracht Frankfurt auf der Jagd nach Schwarzmarkthändlern - mit ersten Erfolgen.

Eintracht Frankfurt verfolgt seit Beginn der letzten Saison durch systematische Recherche von Online-Auktionshäusern, wie beispielsweise Ebay oder Ebay Kleinanzeigen, den Schwarzmarkthandel mit Eintrittskarten zu Heim- und Auswärtsspielen der Eintracht. In Zusammenarbeit mit einer Rechtsanwaltskanzlei wurden nun auch die Schwarzmarktaktivitäten im Vorfeld des DFB-Pokalfinales am 27. Mai des Jahres aufgearbeitet. Die Bilanz: Über 40 Fälle wurden bestraft. Die Verkäufer erhielten Strafen, zum Teil wurden bestehende Dauerkartenverträge fristlos gekündigt oder auch ein Vereinsausschluss veranlasst.

„Wir hatten von vorneherein angekündigt, dass wir den Schwarzmarkthandel mit Finalkarten hart sanktionieren würden. Das benötigt Zeit und Geduld und wir sind mit dem Ergebnis unter dem Strich zufrieden.“ fasst Vorstandsmitglied Axel Hellmann die Maßnahmen zusammen. „Wer meinte, mit seiner Pokalfinalkarte ein Geschäft machen zu müssen, hat letztlich seine eigene Fanszene verraten. Unzählige Eintrachtfans hätten dieses Finale gerne zu regulären Preisen erlebt.“, so Hellmann weiter.

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Wie Eintracht in einer Pressemitteilung bekannt gibt, wurden dank zahlreicher Hinweise von Fans über 300 Fälle unzulässigen Tickethandels in der vergangenen Saison erfolgreich bearbeitet. „Insgesamt lässt sich zweifellos ein Rückgang des Schwarzmarkhandels mit Eintracht-Tickets verzeichnen.“, resümiert Christoph von Reisenauer, Bereichsleiter Zuschauerservice. (dr)

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