Erinnerungen an vergangene Duelle

Eintracht gegen Werder: Es klingelt immer am Ende

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Im Hinspiel bejubelten die Spieler von Eintracht Frankfurt einen 2:1-Sieg gegen Werder Bremen.

Frankfurt - Am Ostersonntag spielt die Frankfurter Eintracht beim SV Werder Bremen. Blickt man auf die Tabelle eine klare Sache für den Vierten aus Frankfurt beim Zwölften aus Bremen. Von Peppi Schmitt

Und doch wird es ein Spiel auf Augenhöhe, denn die Bremer haben sich im neuen Jahr unter Trainer Florian Kohfeldt mächtig gesteigert, zuletzt in Augsburg gewonnen. Und wenn Werder gegen die Eintracht spielt, dann verbieten sich sowieso vorzeitige Schlüsse oder gar ein vorzeitiges Verlassen des Stadions. Das haben die jüngsten Begegnungen eindrucksvoll bewiesen. Mal war es schmerzlich für den einen, mal schmerzlich für den anderen.

Die Frankfurter haben dunkle Erinnerungen an den 14. Mai 2016. Es war der letzte Spieltag der Saison 15/16, ein Unentschieden hätte nach wochenlangem Abstiegskampf zur Rettung gereicht. Das Ziel war ganze nah, nur noch 120 Sekunden entfernt. Doch dann haben die Frankfurter im Weserstadion noch mit 0:1 verloren. Papy Djilobodji hatte den Ball irgendwie über die Linie gemogelt, nachdem der Ball per Freistoß in den Strafraum geflogen war. Stürmer Luc Castaignos, längst nicht mehr bei der Eintracht, hatte zuvor im Mittelfeld ein unnötiges Foul begangen. Die Bremer und mit ihnen Trainer Viktor Skripnik waren gerettet, die Eintracht musste in der Relegation. Was im Nachhinein vielleicht gar nicht so schlecht war. Bei den Frankfurter ging es seither stetig aufwärts, bei Werder nicht. Skripnik wurde entlassen, sein Nachfolger Alexander Nouri ist auch schon wieder Geschichte. Kovac aber steht mit der Eintracht in voller Blüte.

Und hat seitdem ziemlich häufig zurückgeschlagen. Am 20. November 2016 war die erste Revanche gelungen: Die Eintracht siegte in Bremen mit 2:1. Damals ist der Stern eines gewissen Aymen Barkok aufgegangen. Bremens Florian Grillitsch hatte das 1:0 geschossen, Alex Meier ausgeglichen. Dann kam Barkok, kurz zuvor eingewechselt. Mit links hämmerte er den Ball in der letzten Minute zum Siegtor ins Netz. Im Rückspiel schien Werder dann der Konter zu gelingen. Durch Zlatko Junuzovic und Fin Bartels führten sie in der Arena 2:0. Doch die Eintracht kam mit Macht zurück, schaffte den Anschlusstreffer durch Mijat Gacinovic und eine Viertelstunde vor dem Ende schoss Marco Fabián das Ausgleichstor.

Pyrotechnik und Protestbanner

Das war in der letzten Saison. In der Vorrunde dieser Spielzeit haben die Frankfurter Werder auch noch einmal an das „Last-Minute-Aus“ vor zwei Jahren erinnert. Diesmal erwischte es die Bremer in letzter Minute. Ante Rebic hatte in der 17.Minute das 1:0 erzielt, Niklas Moisander in der 25. Minute den Ausgleich. Und dann kam Sébastien Haller. Eine Minute vor Schluss verlängerte er den Ball nach einer Flanke von Taleb Tawatha artistisch im Sprung volley genau unter die Latte. Das war der Sieg, damals ein glücklicher. Und was passiert an Ostern? Wer legt wem die Eier ins Nest?

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