Neue Qualität mit Geduld

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Erwin Hoffer unaufhaltsam. Der Österreicher erzielte das 1:0 gegen Duisburg.

Frankfurt - Für zwei Nächte war die Frankfurter Eintracht von der Konkurrenz von den Aufstiegsplätzen verdrängt worden, gestern Nachmittag haben sich die Frankfurter eindrucksvoll wieder auf Platz zwei vorgeschoben. Von Peppi Schmitt

3:0 besiegte die Eintracht vor knapp 40.000 Zuschauern einen MSV Duisburg, der vor allem in der ersten Halbzeit ein starker Gegner war. Allerdings nicht stark genug, um die Eintracht wirklich in Verlegenheit zu bringen.

Erwin „Jimmy“ Hoffer erzielte zwei Tore, Alexander Meier das dritte für die auch nach zwölf Spieltagen nach wie vor ungeschlagenen Hessen. „Es war ein Geduldsspiel, das wir mit viel Ruhe und Augenmaß hochverdient gewonnen haben“, freute sich der Vorstandsvorsitzende Heribert Bruchhagen. In die gleiche Kerbe hieb der Trainer. „Wir haben eine neue Qualität gezeigt“, sagte Armin Veh, „wir waren sehr, sehr geduldig.“

Eintracht musste lange auf Chancen warten

Die Eintracht hat lange auf ihre Chancen warten müssen, tat dies mit einer geradezu aufreizenden Souveränität. Die Abwehr mit dem Zentrum Gordon Schildenfeld und Bamba Anderson stand bombensicher, Torwart Oka Nikolov bekam im ganzen Spiel überhaupt nur zwei gefährliche Bälle aufs Tor. Diese Sicherheit in der Defensive war der Grundstein zum Sieg. Denn nach vorne ist die Eintracht immer in der Lage, Tore zu erzielen.

Die Duisburger, bis dahin sehr diszipliniert und abwehrstark, wurden in der 35. Minute klassisch ausgekontert. Sebastian Rode hatte den Ball vorm eigenen Strafraum erobert, ihn weitergeleitet zu Meier. Der schlug einen weiten Pass zu Hoffer. Unaufhaltsam zog der Frankfurter Neuzugang davon, spielte Bollmann noch aus und schob den Ball unter Fromlowitz hindurch ins Tor. Es war erste Treffer des österreichischen Nationalspielers für die Eintracht.

Tore brilliant herausgespielt

Nun lief der Ball wie am Schnürchen durch die eigenen Reihen, es gab Chancen im Minutentakt. Und dann brauchte die Eintracht ihren Torwart zum ersten Mal. Einen Kopfball von Soares in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit parierte Nikolov prächtig. In der zweiten Halbzeit hatte die Eintracht wieder alles im Griff. Die Tore zum 2:0 und 3:0 waren beide brillant herausgespielt.

In der 53. Minute schlug Idrissou eine präzise Flanke auf Hoffer und der ehemalige Lauterer köpfte aus sechs Metern ein. Drei Tage vor dem Heimspiel gegen seinen ehemaligen Klub im Pokal präsentierte sich Hoffer in überragender Form. Das 3:0 war dann der Höhepunkt des Spiels. Rode flankte von rechts, Meier traf aus 14 Metern volley mit links, ein fantastisches Tor. „Auch wenn uns dieses Tor ins Herz getroffen hat, ist mir das Herz aufgegangen“, sagte Duisburgs Trainer Milan Sasic, „so ein Tor muss jeden Fußballfan freuen.“

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