Gäste vergeben Strafstoß

Eintracht mit dem Glück im Bunde

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Carlos Salcedo (links) klärt vor Mönchengladbachs Stürmer Lars Stindl.

Frankfurt - Frankfurt feiert die Eintracht. Nach einem glücklichen, aber nicht unverdienten 2:0 (1:0)-Sieg gegen Borussia Mönchengladbach ist die Eintracht über Nacht auf den zweiten Platz der Liga vorgestürmt. Von Peppi Schmitt

Das ist, betrachtet man die Ausgangsposition zu Beginn der Saison, eine kleine Sensation. 33 Punkte haben die Frankfurter nun schon auf dem Konto und dürfen von Europa träumen. Die Fans gingen im Überschwang noch weiter: „Deutscher Meister wird nur die SGE“, skandierten sie nach dem Abpfiff. Kevin-Prince Boateng kurz vor der Pause und der eingewechselte Luka Jovic kurz vor dem Ende erzielten vor 47.500 Zuschauern die beiden Treffer. Es war ein zähes Ringen, das die Frankfurter für sich entschieden. Glück brauchten sie vor allem 13 Minuten vor dem Ende, als Thorgan Hazard einen Foulelfmeter für die Borussia an die Latte schoss.

„Ich bin glücklich, dass wir das Spiel gewonnen haben“, sagte Eintracht-Trainer Niko Kovac. „Ich finde, in der ersten Halbzeit haben wir es, sehr, sehr gut gemacht, in der zweiten dann weniger gut.“

Das Spiel in Wolfsburg vor einer Woche schien Kovac so überzeugt zu haben, dass der Eintracht-Trainer nichts veränderte. Nicht in der Anfangsaufstellung, nicht auf der Bank. Das hatte es in dieser Saison nur einmal gegeben, vom 12. auf den 13. Spieltag. Bitter für Marco Russ und Marc Stendera, die es beide nicht einmal in den Kader schafften. Mit dabei natürlich der „Senkrechtstarter“ der Saison, Marius Wolf, den die Eintracht nun per Option von Hannover 96 fest verpflichtet hat. Der Vertrag läuft bis zum Sommer 2020.

Wolf hatte dann auch die erste Chance des Spiels, verfehlte das Tor nach einem Konter in der 6. Minute aber knapp. Es blieb für lange Zeit die letzte aufregende Szene. Danach gab es erst einmal nur Gelbe Karten für die Eintracht. Zunächst für Mascarell (14.), dann für Ante Rebic (30.). Es war seine fünfte, Rebic ist damit nächste Woche in Augsburg gesperrt. „Das war schon grenzwertig“, sagte Kollege Marco Russ auf der Tribüne. „das war schon dunkelgelb.“

Eintracht-Zeugnis gegen Mönchengladbach

Erst kurz vor der Pause gelang der Eintracht noch einmal ein Konter. Von Falette war der Ball zu Chandler gekommen, der setzte sich im Sprintduell gegen Herrmann durch, flankte flach und hart nach innen. Boateng war schneller am Ball als der für den an den Adduktoren verletzten Yann Sommer in der 16. Minute eingewechselte Torwart Tobias Sippel und stieß den Ball über die Linie. Es war die 43. Minute und die verdiente Führung. Denn die Gladbacher hatten bis dahin nicht ein Mal aufs Frankfurter Tor geschossen.

Die Gladbacher brachten nach der Pause Jantschke für Wendt, versuchten so die Vorstöße der Frankfurter Außen einzudämmen. Und sie hatten nun auch mehr vom Spiel und erarbeiteten sich nach 52 Minuten die erste Gelegenheit. Hazard tanzte Salcedo aus, doch sein Schuss ging in die Mitte des Tores, kein Problem für Hradecky. Knapper war es dann vier Minuten später. Beim nächsten Konter kam Herrmann frei zum Schuss, der Ball ging aber über den Kasten. Die Eintracht kam kaum noch zu durchdachten Gegenzügen, verteidigte fast schon verzweifelt die knapp Führung. Trainer Kovac brachte nach einer Stunde für den ausgepumpten Rebic mit Aymen Barkok einen frischen Spieler.

Bilder: Eintracht gewinnt gegen Gladbach

Der Druck der Gladbacher wurde immer stärker. In der 77. Minute kam der Ball in den Strafraum, Stindl war schussbereit, Boateng versuchte zu retten, kam auch an den Ball, doch der Unparteiische hatte ein Foul gesehen. Es gab Elfmeter, hart, aber vertretbar. Hazard hämmerte den Ball mit viel Wucht gegen die Querlatte. Die Eintracht war noch einmal davongekommen. Und in der Nachspielzeit erzielte der für Haller gekommene Luka Jovic das 2:0. Der junge Barkok hatte die Vorarbeit geliefert, der junge Serbe trocken aus 14 Metern abgeschlossen.

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