Mehr als 40.000 Mitglieder

„Über die Eintracht rollt eine Identifikationswelle“

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Frankfurt - Zum 17. Mal in Folge hat Peter Fischer (60) am Montagabend als Präsident die Mitgliederversammlung der Frankfurter Eintracht eröffnet. Fischer hatte tolle Zahlen für die Mitglieder parat. „Über die Eintracht rollt eine Identifikationswelle“, sagte Fischer, „wir haben nach aktuellen Stand 40.683 Mitglieder.“ Von Peppi Schmitt

Der größte hessische Verein sei ein „modernes Dienstleistungsunternehmen“, Sportler aus 63 Nationen betreiben in siebzehn Abteilungen ihren Sport. „Das Präsidium ist glücklich über die Entwicklung dieses Clubs“, sagte der Präsident, der im Laufe des Abends noch die Hammerwerferin Betty Heidler zum „Ehrenmitglied“ ernannte, „ich bin ein stolzer Präsident in einem stolzen Verein.“

Die Fußball-AG trat gleich mit zwei Rednern auf. Zunächst räumte Vorstand Axel Hellmann „sportliche Fehler“ in der vergangenen Saison ein, „die erhebliche Folgen für den gesamten Club hätten.“ Sein ausdrücklicher Dank galt Trainer Niko Kovac, „der uns einen Albtraum erspart hat.“ Deutliche Worte fand Hellmann auch zum Stellenwert der Eintracht im finanziellen Vergleich der Liga. „Wir werden bei den Geldern in der TV-Tabelle von Vereinen nach unten gedrückt, die hart am Wind des „financial-fair-plays“ segeln“, sagte Hellmann, der in diesem Zusammenhang Wolfsburg, Leipzig, Leverkusen und auch den HSV nannte. „Da müssen wir auch öffentlich auch klare Kante nach außen ziehen“; sagte Hellmann. Ebenso deutlich wurde Hellmann bei Fan-Fragen. Die Eintracht werde sich weiter gegen Gewalt wehren, werde aber auch nicht hinnehmen, „dass Fans von uns in Leipzig und Wolfsburg von Polizei und Ordnungskräften schikaniert und verprügelt werden.“

Eintracht Frankfurt: Bilder zur Mitgliederversammlung 2017

In der Folge sprach dann Sportvorstand Fredi Bobic zum ersten Mal vor den Mitgliedern. Ihm hatte zuvor schon der Präsident einen verbalen roten Teppich ausgerollt. „Die anfängliche Kritik an Fredi Bobic ist breitem Vertrauen gewichen“, sagte Fischer. Bobic wurde dann vor und nach seiner ersten Rede vor den Vereinsmitgliedern mit viel Beifall bedacht. „Wir haben Spieler aus achtzehn Nationen, die alle eine Passion haben, nämlich immer die nächsten drei Punkte zu holen“, sagte Bobic. Die Eintracht werde „kratzen, beißen und fighten und alles dafür geben, um in diesen Regionen zu bleiben.“ Das erste Ziel, eine ruhige Saison zu spielen, sei „fast erreicht“. Und ganz am Ende kündigte Bobic noch Transferaktivitäten an. „Das eine oder andere wird noch passieren“, sagte er. Dabei soll es um Abgänge von Joel Gerezgiher und Enis Bunjaki gehen.

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