Revanche gegen Hertha BSC?

Eintracht hat etwas gutzumachen

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Alex Meier (vorne) wird gegen Hertha BSC in der Startelf der Eintracht stehen, Winterzugang Alexander Madlung hingegen zunächst auf der Bank sitzen.

Frankfurt - Mit alter Besetzung, neuem Mut und nach dem 1:6 aus der Vorrunde auch einer gehörigen Portion Wut startet die Frankfurter Eintracht mit dem Heimspiel gegen Hertha BSC (Samstag, 18.30 Uhr) in die Rückrunde.

Mehr als 40.000 Tickets sind verkauft, die Eintracht kann beim ersten von 17 Endspielen gegen den Abstieg auf die Unterstützung ihrer Anhänger zählen. Die freilich erwarten nun auch endlich einen Heimsieg. Der letzte gelang im April 2013 gegen Fortuna Düsseldorf (3:1). „Ein Heimsieg wäre psychologisch unglaublich wichtig“, gibt auch Trainer Armin Veh zu, „zudem haben wir ja auch etwas gutzumachen“. Nach der Klatsche aus dem Hinspiel hatte eine unerfreuliche Vorrunde ihren Lauf genommen. Jetzt soll alles anders werden. „Wir haben die Pause genutzt, um uns neu zu ordnen“, versichert Veh, „ich bin sicher, dass wir eine gute Leistung abrufen werden.“

Die Neuordnung hat zur Rückkehr zur alten System (4-2-3-1) und zur Rückbesinnung auf das Personal aus der vergangenen Saison geführt. „Wir werden so beginnen, wie wir zuletzt gegen Krakau begonnen haben.“ Da hat die Eintracht beim 2:0 mit Jan Rosenthal als Spitze, mit Marco Russ im Abwehrzentrum für Bamba Anderson und mit Constant Djakpa als Linksverteidiger für Bastian Oczipka (verletzt) gespielt.

Wichtiger als System und Aufstellung erscheint Veh sowieso die Verfassung seiner Spieler zu sein. Gerade Leistungsträger wie Kapitän Pirmin Schwegler, Torjäger Alexander Meier oder Flügelstürmer Stefan Aigner, die in der Vorrunde immer wieder ausgefallen waren, sind nun wieder dabei und offenbar topfit. Das stimmt den 52-jährigen Coach zuversichtlich. Trotzdem bleibt Veh Realist genug, um die Gefahren zu kennen. „Wir wissen, dass es ganz schwer werden wird, die Liga zu halten“, sagt er, „wir müssen viel dafür tun und wir brauchen auch ein bisschen Glück.“ Als 15. starten die Frankfurter mit nur 15 Punkten in die Rückrunde. Veh wäre schon zufrieden, wenn die Eintracht diesen Platz behauptet. „Das würde ich sofort unterschreiben, aber dafür müssen wir sicher mehr als 15 Punkte holen.“

Eintracht: Debakel in Berlin - Bilder vom Hinspiel

Eintracht: Debakel in Berlin

Eintracht-Scout Uwe Anweiler hat nahezu jede Einheit der Hertha in deren Trainingslager in der Türkei beobachtet. „Wir wissen, wie sie gearbeitet haben“, sagt Veh. Trotz der vermeintlichen Detailkenntnisse will er in der Vorbereitung nicht „im Übermaß“ auf den Gegner eingehen, sondern die eigenen Stärken in den Vordergrund stellen. „Wenn man zu sehr auf Stärken der anderen abhebt, geht es gerade deshalb leicht in die Hose“, hat den Frankfurter Coach die Erfahrung gelehrt. Der Respekt vor dem Gegner aber ist groß. „Dass die Berliner eine gute Rolle spielen würden, ist nicht überraschend“, sagt Veh, „dass sie so viele Punkte haben würden, schon.“

(sp)

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