Trainingslager in Südtirol

Mit Hütter zurück zu den Wurzeln: Kein Yoga, kein CK-Wert, kein Rafting

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Der neue Trainer der Frankfurter Eintracht legt vor allem Wert auf Fußball, der Ball soll so oft es geht im Mittelpunkt stehen.

Gais - Dass Adi Hütter andere Vorstellungen von der Trainingsarbeit wie sein Vorgänger Niko Kovac hat, ist längst kein Geheimnis mehr. Der neue Trainer der Frankfurter Eintracht legt vor allem Wert auf Fußball, der Ball soll so oft es geht im Mittelpunkt stehen. Von Peppi Schmitt

So war es auch am heutigen Montagnachmittag bei einer taktisch bestimmten mehr als zweistündigen Einheit. Im Trainingslager in Gais ist keine Yoga-Lehrerin mehr dabei wie noch vor einem Jahr. Der Vertrag der Ernährungsberaterin wurden nicht verlängert. Das tägliche Abnehmen von Blut um den sogenannten CK-Wert zu ermitteln, ist ebenso Vergangenheit wie der dafür zuständige Fitness-Coach Klaus Luisser. Teambuilding-Maßnahmen wie Rafting, Klettern oder Ähnliches - vor Jahren noch ein unbedingtes Muss - stehen nicht mehr auf dem Trainingsplan. „Wir sind hier wegen Fußball“, sagt Hütter, der die vielen anderen Ansätze nicht rundweg ablehnt, sie aber auch nicht favorisiert. Der erfahrene Österreicher (48) hat einfach nur andere Vorstellungen.

Statt Yoga wird in Person des neu angestellten Fitnesstrainers Werner Leuthard (58) jetzt wieder auf die gute alte Methode des „Schleifens“ zurückgegriffen. Leuthard, der bei Felix Magaths großen sportlichen Erfolgen in München und Wolfsburg im Hintergrund mitgearbeitet hat, gilt, so Hütter „als Koryphäe“ auf seinem Gebiet, die Verletzungsprävention sei sein „Steckenpferd“. Bei seinem ersten öffentlichen Auftritt am Montag mussten sich die Eintracht-Profis vor allem erst einmal an einen anderen Ton gewöhnen. Es ging zu wie auf dem Kasernenhof, laut und zackig. Leuthards Anweisungen waren unmissverständlich, ob auf Deutsch oder Englisch. Wie die Spieler die für sie durchaus neuen Sprintübungen vertragen werden, wird die Zukunft zeigen. 

Eintracht Frankfurt im Trainingslager in Südtirol: Bilder

Cheftrainer Hütter bevorzugt dagegen die etwas leiseren Töne. Nach der ersten Einheit am Montag nahm er sich fast zwanzig Minuten Zeit für ein Vier-Augen-Gespräch mit Danny Blum. Die Trainingszeiten in Gais hat Hütter wegen der großen Hitze übrigens verändert, am Vormittag wird eine halbe Stunde früher, am Nachmittag eine halbe Stunde später begonnen.

Bilder: Der Kader von Eintracht Frankfurt

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