Ärger beim e.V.

Inui hat sich wieder aus dem Team gespielt

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Peter Fischer

Frankfurt - Bei der Frankfurter Eintracht dreht sich in dieser Woche alles um eine mögliche und wahrscheinliche Rotation im Kader vor dem schweren Auswärtsspiel am nächsten Sonntag (17.30 Uhr) beim FC Bayern München. Von Peppi Schmitt

Viel zu holen wird bei der seit nunmehr 42 Bundesligaspielen in Folge unbesiegten und derzeit besten Mannschaft der Welt wohl ohnehin nicht sein. So könnten Innenverteidiger Carlos Zambrano und die Mittelfeldspieler Pirmin Schwegler und Sebastian Rode, die bei der nächsten Gelben Karte ein Spiel gesperrt werden, geschont werden für das folgende, für den Kampf um den Klassenerhalt wichtigere Heimspiel gegen Schlusslicht Eintracht Braunschweig.

„Rode brauche ich gegen Braunschweig dringend“, sagt Veh, der sich über weitere Wechsel im Laufe der Woche noch Gedanken machen will. Dabei geht es auch um Psychologie. Eine Niederlage in München muss eingeplant werden, fiele sie allerdings zu hoch aus, könnte das mit dem 1:0-Sieg gegen Hertha BSC gerade erst aufgebaute Selbstvertrauen Schaden nehmen. Für Zambrano könnte Neuzugang Alexander Madlung in der Innenverteidigung spielen oder auch Bamba Anderson. Und im defensiven Mittelfeld stehen neben Martin Lanig auch der zuletzt gesperrte Johannes Flum und Neuzugang Tobias Weis zur Verfügung.

Darüber hinaus bietet sich Stephan Schröck als rechter Verteidiger an. Sebastian Jung bekäme dann eine Pause. Aus anderen Gründen ist sicher auch ein Wechsel im linken Mittelfeld geboten, wo sich Takashi Inui mit einer uninspirierten Leistung gegen Berlin aus dem Team gespielt hat. Tranquillo Barnetta kommt als Ersatz in Frage. Auch die Stürmer Joselu und Vaclav Kadlec, vor der Winterpause noch Stammkräfte, können durchaus auf dem Niveau der Kollegen spielen. Und so wäre ihr Einsatz nicht gleichbedeutend mit einer Schwächung.

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Feuer unterm Dach ist derweil weiter beim Verein Eintracht Frankfurt (e.V.). Der ehemalige Aufsichtsratsvorsitzende der Fußball-AG, Herbert Becker (77), hat in einem Interview mit der „Bild“-Zeitung die bereits während der Mitgliederversammlung vor einer Woche geäußerten Vorwürfe gegen Präsident Peter Fischer (57) wiederholt, präzisiert und erweitert. „Die Frage ist, ob sich die Stadt und dieser Verein einen solchen Präsidenten auf Dauer leisten können“, wird Becker zitiert. Fischer komme seinen Aufgaben in Bezug auf Aufsicht und Gesamtverantwortung „nicht nach“, schimpfte Becker, der viele Jahre lang mit Fischer gemeinsam im Aufsichtsrat der AG war.

Hintergrund der Attacken: Den eingetragenen Verein Eintracht Frankfurt drücken weit mehr als 13 Millionen Euro Schulden, hauptsächlich wegen der Baukosten des neuen Trainingszentrums Riederwald und hoher Steuernachforderungen des Finanzamtes. Einen Prozess vor dem hessischen Finanzgerichtshof in Kassel hat die Eintracht verloren. Das Gericht hat auch keine Revision zugelassen. Und so kann es beim von Fischer angekündigten Gang vor den Bundesfinanzgerichtshof nicht mehr um die Sache an sich, sondern nur noch um mögliche Verfahrensfehler gehen.

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