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Jetro Willems: Seine Zukunft liegt in Frankfurt

Jetro Willems kehrt zu Eintracht Frankfurt zurück.
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Jetro Willems kehrt zu Eintracht Frankfurt zurück.

Nach schwerer Verletzung kehrt Jetro Willems zur Eintracht zurück. Der Verteidiger ist aktuell noch an Newcastle ausgeliehen.

  • Jetro Willems kehrt zu Eintracht Frankfurt zurück
  • Schwere Verletzung in England
  • Fünf weitere Rückkehrer im Sommer

Frankfurt - Es war am 18.Januar, einem Samstagnachmittag, als sich Jetro Willems im Heimspiel gegen den FC Chelsea schwer verletzt hat. Nach 15 Minuten war der von der Frankfurter Eintracht an Newcastle United ausgeliehene Verteidiger unglücklich im Rasen hängen und mit schmerzverzerrtem Gesicht auf dem Rasen liegen geblieben. Die erste Befürchtung wurde schnell zur bestätigten Diagnose: Sowohl das vordere als auch das hintere Kreuzband im rechten Knie waren gerissen. Es war ein Schock für den 25 Jahre alten Holländer. Jetzt, drei Monate später, blickt Willems schon wieder optimistischer nach vorne. „Ich fühle mich wirklich gut, das Knie fühlt sich immer besser an“, sagt er. Die Reha absolviert der ehemalige Nationalspieler (22 Länderspiele) in seiner holländischen Heimat, wohnt zu Hause bei seiner Familie. Berichte, unter anderem in der Bild-Zeitung, in der ihm eine Pause von bis zu einem Jahr prognostiziert wurde, weist er zurück. „Verläuft alles weiter nach Plan, kann ich im August auf den Platz zurück“, sagt er, „Meldungen, es würde noch länger oder gar bis 2021 dauern, sind schlicht falsch.“

Eintracht Frankfurt: Willems kommt zurück

Wo er seine Karriere fortsetzen wird, steht in den Sternen. Der Leihvertrag in Newcastle läuft im Sommer aus. Dass der Klub aus dem englischen Nordosten die vereinbarte Kaufoption von rund elf Millionen Euro ziehen wird, ist ziemlich unwahrscheinlich. Obwohl sie mit Willems bis zur Verletzung mehr als zufrieden waren bei den „Magpies“. Neunzehn Spiele hat der Verteidiger in der Premiere League gespielt, zwei Tore geschossen, ausgerechnet gegen die Topteams FC Liverpool und Manchester City. Willems würde gerne bleiben, ist er doch begeistert vom Fußball auf der Insel. „Ich habe gegen die schwerstmöglichen Gegner gespielt, dafür bin ich Fußballer geworden“, sagt er in einem Interview mit der Eintracht, „einfach jeder spricht über die Premiere League, es geht in fast jeder Partie spannend zu.“ Zu den tollen Erfahrungen gehöre auch der enge Kontakt zum Publikum. „Die Fans sitzen nur einen Meter vom Spielfeld entfernt, alle sind nah beieinander, das habe ich bis dahin überhaupt nicht gekannt“, sagt Willems.

Nach der Verletzung ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass er zur Eintracht zurückkehren wird. Der Vertrag in Frankfurt läuft noch bis zum Juni 2021. Den Kontakt zu den alten Kollegen hat er nie verloren. Die Spiele hat er sich regelmäßig im Fernsehen angeschaut. „Ich war auch viermal in Frankfurt zu Besuch und tausche mich regelmäßig mit den Jungs aus“, erzählt er, „vor allem mit Johnny de Guzman, Goncalo Paciencia und Danny da Costa schreibe ich viel.“ Auch sportlich könnte es bei der Eintracht für Willems bei vollständiger Genesung eine neue Perspektive geben. Nachdem es im ersten Jahr unter Trainer Adi Hütter wegen der Einführung der Dreier-Abwehrkette die Position des Linksverteidigers nicht mehr gegeben hatte, hat sich das im Winter geändert. Hütter lässt jetzt mit Viererkette spielen, ein Linksverteidiger wird also gebraucht. Willems hat das gelernt. Er könnte zur neuen Saison in Konkurrenz zu Evan Ndicka treten. „Ich weiß nicht, wie der Verein plant, am allerwichtigsten ist es für mich aber, wieder gesund zu werden“, sagt er, „wenn das irgendwann überstanden ist, werde ich die Spiele umso mehr genießen.“ Wo auch immer das dann sein wird.

Fünf weitere Rückkehrer im Sommer

Neben Willems hat die Eintracht noch ein halbes Dutzend weiterer Profis an andere Klubs ausgeliehen. So ist der Stand.

Ante Rebic (26/ bis 2021 an den AC Mailand verliehen): In der Rückrunde Stammspieler, bislang 15 Spiele, 6 Tore. Bleibt mindestens noch ein weiteres Jahr in Italien. Milan hat angeblich Kaufinteresse.

Tuta (20/ bis Sommer an KV Kortrijk verliehen): Der brasilianische Innenverteidiger hat 14 Spiele absolviert, einen Treffer erzielt. Die Saison in Belgien ist wegen Corona beendet, er wird zur neuen Saison zurückkehren.

Dejan Joveljic (20/ bis Sommer an RSV Anderlecht verliehen): Der Stürmer hatte beim Traditionsverein einen schweren Stand und keinen Stammplatz, ist nur auf fünf Einsätze gekommen, hat nur ein Tor erzielt. Auch er ist schon in der „Sommerpause“ und wird zur neuen Saison nach Frankfurt zurückkehren.

Simon Falette (28/ bis Sommer an Fenerbahce Istanbul verliehen): Nur vier Spiele hat der Franzose vor der Unterbrechung gemacht. Unwahrscheinlich, dass „Fener“ ihn weiter verpflichtet.

Ayman Barkok (21/ bis Sommer an Fortuna Düsseldorf verliehen): Dreimal Bundesliga, zweimal Pokal, sechsmal Regionalliga, eine gemischte Bilanz für den Mittelfeldspieler. Dennoch hat die Fortuna Interesse ihn zu behalten.

Rodrigo Zalazar (20/ bis Sommer an Korona Kielce/Polen verliehen): Acht Einsätze in der ersten polnischen Liga, zehn in der dritten Liga sind eine durchschnittliche Bilanz. Im Sommer muss der Mittelfeldspieler wieder zur Eintracht zurück. 

Von PEPPI SCHMITT

Unterdessen verzichten die Profis von Eintracht Frankfurt auf Gehalt in der Corona-Krise. Durch Corona stürzen die Marktwerte der Spieler von Eintracht Frankfurt in den Keller.

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