Kein Training wegen Prellung

Jetzt auch noch Sorgen um Kapitän Abraham

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Muss sich die Frankfurter Eintracht jetzt auch noch Sorgen um David Abraham (rechts) machen? Der Kapitän hat in dieser Woche noch nicht mit der Mannschaft trainieren können, war auch am Mittwoch nicht dabei.

Frankfurt - Muss sich die Frankfurter Eintracht jetzt auch noch Sorgen um David Abraham machen? Der Kapitän hat in dieser Woche noch nicht mit der Mannschaft trainieren können, war auch am Mittwoch nicht dabei. Von Peppi Schmitt

Er leide an einer Oberschenkelprellung nach einem „Pferdekuss“, den er beim Pokalspiel in Ulm abgekriegt hatte und können darum nur „individuell“ trainieren, so die offizielle Erklärung. Die Pause beim Mannschaftstraining sei eine reine Vorsichtsmaßnahme. In jedem Fall macht Abrahams Fehlen die Arbeit des Trainers vor dem Bundesligastart am Samstag beim SC Freiburg noch komplizierter. Denn Abraham hätte Training dringend nötig, war er zuletzt doch weit entfernt von seiner eigentlichen Leistungsfähigkeit. Sowohl beim 0:5 gegen die Bayern im Supercup als auch beim 1:2 in Ulm im DFB-Pokal hatte er sich in keiner guten Form präsentiert. Fällt Abraham tatsächlich für Freiburg aus, müsste die Abwehr umformiert werden.

Trainer Adi Hütter hat auch so schon Probleme genug, sucht noch das richtige System für seine Mannschaft und die richtige personelle Zusammensetzung dafür. Die Abwehr schien dabei ursprünglich die kleinste Baustelle, ist sie doch als einziger Mannschaftsteil gegenüber der letzten Saison zusammengeblieben. Doch wer jeweils zwei Gegentore gegen Ferrara und Empoli in den zwei wichtigsten Vorbereitungsspielen fängt, fünf gegen die Bayern und zwei gegen den Regionalligisten Ulm hinnehmen muss, kann nicht wirklich von defensiver Stabilität ausgehen. Auch wenn dies nicht alleine das Problem der Abwehrkette ist, sondern im Zusammenspiel mit Mittelfeld und Angriff beurteilt werden sollte. „Wir haben wichtige Spieler verloren“, gibt Stürmer Sébastien Haller zu Bedenken, „das braucht alles Zeit.“ Die neue Saison sei auch durch die internationalen Spiele eine Herausforderung für alle. „Die Europa-League ist für viele neu, auch für mich, „damit müssen wir zurechtkommen.“

Zunächst aber gilt es, vernünftig in die Bundesliga-Saison zu starten. Nicht einfach, denn auch die Offensive ist bislang eine Baustelle. Wirklich viele Tore haben die Frankfurter nicht erzielt in den wichtigen Spielen der Vorsaison, obwohl mit Haller und Luka Jovic zwei ausgewiesene Torjäger im Team stehen. Doch zum einen passen diese beiden eigentlich nicht zusammen, was in Ulm einmal mehr deutlich wurde. Zum anderen ist Hauptzulieferer Ante Rebic verletzt, ein weiterer Vorbereiter mit Filip Kostic gerade erst gekommen und das Mittelfeld leidet bislang an kreativer Armut.

Bilder: Der Kader von Eintracht Frankfurt

Ein richtig großes Problem sieht Stürmer Haller nicht. „In Ulm haben nur ein paar Zentimeter gefehlt, manchmal hat man auch einen schlechten Tag“, sagte er. Die Eintracht sei trotzdem bereit für Freiburg. „Wir müssen auch bereit sein nach der Vorbereitung“, sagt er tapfer, „wir werden Tag für Tag besser.“ Seine Empfehlung an alle: „Aufhören zu reden, mehr arbeiten.“

Wer das Training am Mittwochmorgen beobachtet hat, konnte eine ausgesprochene Abschlussschwäche erkennen. Die Torschüsse beim Training waren wenig erfolgreich, nicht präzise genug, häufig uninspiriert. Bei vielen hatte irgendwie die Konzentration gefehlt. Womöglich, weil die Spieler eine kleinere Koordinations- und Konditionseinheit unter Fitnesstrainer Werner Leuthard hinter sich hatten.

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