Zwei weg und ein Wolf da

Eintracht räumt den Kader auf

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Seine Zeit bei Eintracht Frankfurt ist Vergangenheit: Enis Bunjaki.

Frankfurt - Den Dienstag hat die Eintracht auch genutzt, um den Kader weiter aufzuräumen. Mit Joel Gerezgiher (21), der in Zukunft für den Drittligisten Holstein Kiel spielt und Enis Bunjaki (19), der zum FC Twente Enschede wechselt wurden zwei junge Spieler abgegeben. Von Peppi Schmitt

Ob die Eintracht geringe Ablösesummen für die beiden Eigengewächse erhalten hat, wurde nicht bekannt. Sportlich macht der Weggang jedenfalls für beide Seiten Sinn. Weder Gerezgiher noch Bunjaki hatten noch eine realistische Chance bei der Eintracht zu spielen und haben schlicht nur noch Plätze im Kader blockiert. Die Konkurrenzsituation sei gerade bei jungen Spielern „recht groß“, sagte Manager Bruno Hübner. In dieser Saison hatte die Eintracht mit Aymen Barkok und Furkan Zorba zwei Spieler aus der eigenen A-Jugend mit Verträgen ausgestattet. Auch der B-Jugendliche Sahverdin Cetin hat bereits einen Profivertrag, ebenso wie der U19-Stürmer Nelson Mandela, der im Sommer zu den Profis stoßen wird. Da war für Gerezgiher und Bunjaki kein Platz mehr.

Im Gegenzug haben die Frankfurter mit dem 21 Jahre alten Marius Wolf ein deutsches Talent neu in den Kader geholt, wie zuvor schon den Stuttgarter Max Besuschkow. Das war auch nötig, um die Auflagen der Liga zu erfüllen, nach denen zwölf deutsche Spieler im Aufgebot stehen müssen. Wolf kommt von Hannover 96 und wurde zunächst bis zum Saisonende ausgeliehen.

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Manager Hübner wollte den Außenstürmer schon im vergangenen Jahr von 1860 München holen, doch damals hatte sich Wolf für Hannover entschieden. „Wir haben ihn nie aus den Augen verloren und sind jetzt glücklich, dass wir ihn verpflichten konnten", sagte Hübner. Wolf wird die Nummer 24 auf dem Rücken tragen. "Ich freue mich auf einen neuen Lebensabschnitt in Frankfurt und möchte meine Chance bei der Eintracht nutzen", sagte Wolf, der an diesem Mittwoch zum ersten Mal mit der Mannschaft trainieren wird. Fürs Spiel gegen Darmstadt wird er noch kein Thema sein. Erst einmal müsse man ihn "aufpäppeln", sagte Trainer Kovac, "er ist ja ziemlich dürr und hager".

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