Frankfurter rotieren gegen den FC Bayern

Kein Risiko für Braunschweig

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Frankfurt - Das hat es auch noch nicht gegeben bei der Frankfurter Eintracht: Trainer Armin Veh stand gestern Vormittag mit einer kleinen Tafel auf dem Platz und erklärte den Spielern seine taktischen Pläne für die Partie am Sonntag (17.30 Uhr) beim FC Bayern München.

Besonderer Rede- und Erklärungsbedarf besteht vor allem deshalb, weil Veh sich entschlossen hat, auf vier Positionen zu „rotieren“ und dabei auch das System etwas zu verändern. Kommentieren wollte er das nicht, „aber ihr habt ja alles gesehen“. Zu sehen war, dass neben Takashi Inui, den er aus „Leistungsgründen“ draußen lassen wird, auch Stefan Aigner und die beiden von einer Sperre bedrohten Stammkräfte Carlos Zambrano und Sebastian Rode nicht dabei sein werden. Beide haben während des Übungsspiels nur Runden gedreht, sie werden wohl nicht einmal im Aufgebot stehen.

„Einige Gründe“ für die Rotation

Es gebe „einige Gründe“ für die Rotation, sagte Veh. Zum einen warte auf seine Mannschaft mit sieben Spielen im Februar eine große Belastung, der eine oder andere könne deshalb schon einmal ein paar Kräfte sparen. Bei Rode und Zambrano will er vor dem Heimspiel eine Woche später gegen Eintracht Braunschweig keine Sperre riskieren. Das Spiel gegen Braunschweig sei für die Eintracht „wichtiger“, gibt Veh freimütig zu. Zudem müsse man davon ausgehen, dass die Chancen bei den inzwischen in 43 Partien in Folge ungeschlagenen Münchnern auswärts „nicht ganz so groß“ seien. Als vorauseilende Aufgabe will Veh dies aber nicht gewertet wissen.

In Johannes Flum, Tranquillo Barnetta und Joselu für Aigner, Inui und Rode kehren drei Spieler ins Team zurück, die vor der Winterpause noch zum Stammpersonal gehört hatten. Für Zambrano kommt Zugang Alexander Madlung in die Mannschaft. Konsequent bleibt Veh bei Bamba Anderson und Vaclav Kadlec. Sie werden trotz Rotation nicht erste Wahl sein. Bei Pirmin Schwegler, der auch von einer Sperre bedroht ist, vertraut Veh darauf, dass der Kapitän in der Lage ist, das Spiel beim Meister ohne weitere Verwarnung zu überstehen. „Ich kann ja nicht alle, die irgendwie bedroht sind, draußen lassen“, sagt er, „irgendwann habe ich dann keine mehr.“

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Der große Pechvogel bleibt Sonny Kittel. Dem Talent, bereits an beiden Knien operiert, droht ein neuer Eingriff. Beim Hallenturnier am 5. Januar hat er sich erneut eine Knorpelverletzung zugezogen. „Das ist tragisch“, sagt der Trainer, „aber der Verein wird ihn nicht im Regen stehen lassen.“ Die Eintracht wird Kittel wohl eine Vertragsverlängerung über den Sommer hinaus anbieten. Ob Srdjan Lakic noch einmal für die Eintracht spielen wird, ist weiter offen. Den angeblich feststehenden Wechsel nach Kaiserslautern wollte der 30-jährige Stürmer gestern noch nicht bestätigen.

sp

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