Referees beeinflussen Abstiegskampf

Kommentar: Einäugige Schiedsrichter

Die Frage wird seit Wochen und Monaten gestellt: Werden die deutschen Schiedsrichter immer schlechter? Die Antwort kann nach den ersten drei Spieltagen des Jahres nur heißen: Ja! Von Peppi Schmitt

Woche für Woche beeinflussen die Unparteiischen die Spiele mit geradezu grotesken Fehlentscheidungen. Die Pfiffe oder ausgebliebenen Pfiffe schreien geradezu nach dem Videobeweis. Doch ein Allheilmittel wird auch diese technische Hilfe nicht sein. Vielmehr wird es höchste Zeit, dass die Riege der Unparteiischen inklusive ihrer Führung endlich mal in sich geht, die Fehler bei sich selbst sucht und sich besser auf ihre inzwischen gut bezahlten Aufgaben (40.000 bis 50.000 Euro Grundgehalt pro Jahr, 3800 Euro Honorar pro Spiel) vorbereitet.

In Ingolstadt und Frankfurt hätte es bei den strittigen Szenen keines Videobeweises bedurft, hätten die Referees und/oder ihre Assistenten einfach nur richtig hingeschaut. Der Elfmeter für Ingolstadt gegen Augsburg war ein Witz, der nicht gegebene für Frankfurt gegen Stuttgart ebenfalls. Nur für die Betroffenen ist es nicht zum Lachen. Alleine durch diese beiden Entscheidungen wurde der Abstiegskampf zum wiederholten Male massiv beeinflusst.

Frankfurt verliert Bundesliga-Spektakel gegen Stuttgart

Eintracht Frankfurt gegen VfB Stuttgart (2:4): Bilder
Eintracht Frankfurt gegen VfB Stuttgart (2:4): Bilder
Eintracht Frankfurt gegen VfB Stuttgart (2:4): Bilder
Eintracht Frankfurt gegen VfB Stuttgart (2:4): Bilder
Frankfurt verliert Bundesliga-Spektakel gegen Stuttgart

Der Frankfurter Trainer Armin Veh hat zwar Recht, wenn er die Unparteiischen in Schutz nimmt, schließlich seien sie auch Menschen, „die Fehler machen wie Trainer und Spieler“. Wenn es freilich so ausartet wie beim Spiel der Eintracht gegen den VfB, in dem Peter Sippel vier klare Fehlentscheidungen alle zu Ungunsten einer Mannschaft getroffen hat, bleibt ein bitterer Beigeschmack. Sippels Einäugigkeit verhinderte zwei Elfmeter für Frankfurt und zwei Platzverweise für Stuttgart, die sich Großkreutz mit einem üblen Tritt gegen Zambrano und Didavi mit einem taktischen Foul an Stendera redlich verdient hatten. Das ist nicht mehr auf die von den Schiedsrichtern so gerne angeführten „Wahrnehmungsfehler“ zurückführen. Da fehlt es schlicht an Qualität und schreit nach Reservebank.

Eintracht-Zeugnis gegen den VfB Stuttgart

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Rubriklistenbild: © dpa

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