Frost sorgt für Probleme

Kovac fordert bessere Trainingsplätze

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Auch ein dicker Schal schützt derzeit nicht vor der Kälte: Niko Kovac ärgert sich über die Trainingsplätze, die wegen des Frostes kaum bespielbar sind.

Frankfurt - Die Berufsfußballer der Frankfurter Eintracht kämpfen mit den Witterungsbedingungen: Trainer Niko Kovac hat das Training am heutigen Mittwoch von 11 Uhr auf 15 Uhr verlegt, denn trotz Rasenheizung war der Platz in den Morgenstunden noch gefroren. Von Peppi Schmitt

"Bis zwölf Uhr liegt der Platz im Schatten, da geht gar nichts", sagte Kovac, "die Spieler sind am Dienstag wie auf Beton gelaufen." Dies sei gefährlich für die Gesundheit der Profis, Verletzungen nicht ausgeschlossen. Insgesamt sei die Qualität der Trainingsplätze rund um die Arena "limitiert".

Der Platz an der Wintersporthalle ist sowieso der einzige, der in diesen Wintertagen zu bespielen ist, weil mit Rasenheizung ausgestattet. Die beiden anderen Übungsflächen sind derzeit überhaupt nicht nutzbar, auch durch viel aufgebrachten Sand nicht mehr wirklich in gutem Zustand. Was Kovac zu einigen grundsätzlichen Anmerkungen animiert hat. "Wir brauchen noch einen zweiten Platz mit Heizung", fordert er, "und wir brauchen eine bessere Qualität des Rasens." Der Verein würde sich Gedanken machen, um gemeinsam mit der Stadion-Gesellschaft in absehbarer Zeit für Verbesserungen der Trainingsbedingungen zu sorgen.

Kovac bringt in diesem Zusammenhang ein Hybrid-Rasen ins Gespräch. Und die schon fast futuristisch anmutende Möglichkeit, eine Art Halle, "einen Ballon mit Rasenplatz drunter", zu bauen. Bei Tennisplätzen oder Schwimmbädern ist das durchaus üblich. "Wenn man guten Fußball spielen will, braucht man einen guten Platz", sagt er. Für das Abschlusstraining am Freitag hat er nun ins Auge gefasst, in der Aren zu trainieren. Dort wurde der Rasen Ende Januar neu verlegt und befindet sich in gutem Zustand.

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Doch nicht nur die Bodenverhältnisse sind im Moment alles andere als ideal. Auch die deutlichen Minustemperaturen sorgen für Gefahren. "Wenn man mit 180 Puls die kalte Luft einatmet, ist das sicher nicht gesund", sagt Kovac. Den Spielern hat er ein paar klare Anweisungen mit in die Woche gegeben. "Fönen, trockene Kleidung, warm anziehen", heißt die Losung. "Mehr als appellieren kann ich nicht", sagt er, wenn wieder einmal einer seiner Schützlingen im dünnen "Hoodie" zum Training kommt. Kovac: "Jeder spielt mit seiner eigenen Gesundheit. Das Alter wird fragen, was du in der Jugend getan hast." Marco Russ fällt aktuell wegen Erkältung auch, auch Trainer-Bruder Robert Kovac musste am Mittwoch zu Hause blieben.

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