Kovac hat Qual der Wahl

Jovic, Hrgota oder Barkok: Wer ersetzt Rebic in Augsburg?

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Luka Jovic (Mitte) wäre eine Option als Ersatz für den gesperrten Ante Rebic (links) gegen Augsburg.

Frankfurt - Ante Rebic wird am Sonntag (15.30 Uhr) beim Auswärtsspiel der Frankfurter Eintracht in Augsburg fehlen. Der kroatische Nationalspieler hat beim Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach die fünfte gelbe Karte gesehen und ist gesperrt. Von Peppi Schmitt

Trainer Niko Kovac, der zuletzt zweimal in Folge mit derselben Elf begonnen hatte, wird diesmal also wechseln müssen. Als Rebic-Vertreter bietet sich Luka Jovic an, der sowohl in Wolfsburg als auch gegen Gladbach als "Joker" getroffen hatte. Sorgen, die beiden Torjäger Jovic und der gesetzte Sebastien Haller könnten nicht zueinander passen, macht sich der Frankfurter Trainer nicht. "Ich sehe da keine Probleme", sagte Niko Kovac nach der Trainingseinheit am heutigen Dienstag. Es deutet also einiges daraufhin, dass es einen "Eins-zu-Eins"-Wechsel geben wird, Stürmer Jovic für Stürmer Rebic. Oder doch nicht?

Wer Kovac kennt, weiß, dass es nicht immer die einfachen und auf der Hand liegenden Lösungen sind, die er bevorzugt. Und innerhalb des Kaders gibt es ja auch noch andere Möglichkeiten. Branimir Hrgota könnte an der Seite von Haller spielen, wie im ersten Heimspiel des Jahres gegen den SC Freiburg, als Rebic nach einer Erkältung nicht dabei war. Hrgota konnte damals seine Chance aber nicht wirklich nutzen. Auch Aymen Barkok kommt als Rebic-Ersatz in Frage. Das würde freilich eine Systemänderung nach sich ziehen. Doch Kovac ist ja erfinderisch.

Auch Gedanken um eine Rotation macht sich der Eintracht-Trainer, immerhin stehen drei Spiele innerhalb von sieben Tagen bevor: Am Sonntag geht es nach Augsburg, am nächsten Mittwoch kommt Mainz 05 zum Pokal-Viertelfinale und am Samstag darauf der 1.FC Köln. "Da müssen wir mit unseren Kräften haushalten", sagt Kovac, "ich werde auf jeden Fall rotieren." Doch diese Überlegung wird wohl erst fürs Köln-Spiel greifen. Zu verlockend wäre ein weiterer Auswärtserfolg in Augsburg, mit dem die Frankfurter den erkämpften Champions-League-Platz verteidigen könnten, und zu groß ist die Bedeutung des Pokal-Derbys gegen Mainz, als dass der Trainer sie mit Experimenten gefährden würde. Also wird er warten, wie sich die Lage nach dem Mainz-Spiel darstellt. Mit Kevin-Prince Boateng, Gelson Fernandes und Mijat Gacinovic, die alle schon viermal die gelbe Karte gesehen haben, drohen zudem ja weitere Spieler mit Sperren auszufallen.

Eintracht-Zeugnis gegen Mönchengladbach

Eine weitere Änderung im Aufgebot wird es auch geben. Denn der Trainer sieht nun auch Marco Fabián als echte Alternative. "Marco kann dabei sein", sagt Kovac. Fabián wurde im letzten Sommer an der Bandscheibe operiert, hat in dieser Saison noch kein einziges Mal in der Liga gespielt. Lediglich beim Freundschaftsspiel im Rahmen des Trainingslagers in Spanien Anfang Januar gegen Erzgebirge Aue hat er zwanzig Minuten auf dem Platz gestanden. Ein Kandidat für die Bank ist auch Marco Russ, der zuletzt nur auf der Tribüne gesessen hatte. Die Fersenprobleme sind abgeklungen, Russ' Fehlen beim Training am Dienstag war, so Kovac, einer "privaten Verpflichtung" geschuldet.

Bilder: Eintracht gewinnt gegen Gladbach

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