Kadlec in Kaiserslautern im Gespräch

Lanig zieht es vom Main ans Mittelmeer

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Martin Lanig

Frankfurt - Für Eintracht Frankfurt kommt es überraschend, für Martin Lanig unerwartet: Dem 30 Jahre alten Mittelfeldspieler liegt ein Angebot von APOEL Nikosia vor, und er ist gewillt, dieses anzunehmen. Von Peppi Schmitt

Morgen wird Lanig auf die Mittelmeerinsel fliegen, soll dort einen Medizincheck absolvieren und einen Vertrag über eineinhalb Jahre unterzeichnen. Trainer bei APOEL ist Thorsten Fink, der im Sommer auch ein Kandidat bei der Eintracht war. „Es ging alles sehr schnell“, sagte Lanig.

Heute hatte er sich mit den Eintracht-Verantwortlichen zusammengesetzt, um auszuloten, ob ein Wechsel möglich ist. Von Trainer Thomas Schaaf gab es dann klare Signale, „dass die Eintracht mich gehen lassen würde“, sagte Lanig, der unter dem neuen Coach nur drei Einsätze in der Bundesliga hatte. Auch Sportdirektor Bruno Hübner und Vorstandschef Heribert Bruchhagen hatten keine Einwände, zumal man den bis Sommer laufenden Vertrag wohl ohnehin nicht verlängern wollte. Nun wird die Eintracht das Gehalt für die nächsten fünf Monate sparen und eine geringe Ablösesumme erhalten. „Für mich ist das eine neue Herausforderung“, sagte Lanig, der im Sommer 2012 vom 1. FC Köln nach Frankfurt gekommen war. Vergangene Saison hatte er mit der Eintracht gegen APOEL in der Europa League gespielt.

Für die Eintracht stellt sich nun die Frage, ob sie selbst noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv werden will. Zwar drängten sich im defensiven Mittelfeld die Alternativen zu den Stammkräften Makoto Hasebe und Marc Stendera bislang nicht wirklich auf, wahrscheinlicher ist jedoch, dass ein Innenverteidiger geholt wird. Denn die Zukunft von Carlos Zambrano ist über die Saison hinaus ungeklärt und Alexander Madlung wird wohl im Sommer gehen. Marco Russ könnte dann bei Bedarf ins defensive Mittelfeld rücken.

Weiter ungeklärt ist die Zukunft von Stürmer Vaclav Kadlec. Nach Sparta Prag und dem SC Paderborn, denen die Eintracht schon abgesagt hat, soll nun der Zweitligist 1. FC Kaiserslautern an dem tschechischen Nationalspieler interessiert sein. Die Eintracht ist aber nach Informationen unserer Zeitung von dieser Möglichkeit ebenfalls nicht überzeugt.

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