Eintracht in München

Möglichst ungeschoren vom Platz kommen

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„Die Bayern spielen in einer anderen Liga.“ Bild von Armin Veh aus dem Hinspiel.

Frankfurt - So chancenlos ist die Frankfurter Eintracht wohl selten zuvor nach München gefahren. Wenn am Sonntag um 17.30 Uhr die letzte Partie des 19. Spieltages der Bundesliga zwischen dem FC Bayern und den Frankfurtern angepfiffen wird, sind die Rollen klar verteilt.

Auf der einen Seite die quasi unschlagbaren Münchner, die seit 43 Spielen nicht mehr verloren haben und bereits darüber nachdenken, ob die Meisterschaft schon Ende März oder doch erst im April gefeiert werden kann, auf der anderen die Frankfurter, die sich auf Abstiegskampf bis zum letzten Spieltag eingerichtet haben. „Die Bayern spielen in einer anderen Liga“, sagt Frankfurts Trainer Armin Veh und denkt bei Aufstellung und Einstellung schon an das nächste Spiel am Samstag darauf gegen Eintracht Braunschweig. In München wird es nur darum gehen, einigermaßen ungeschoren vom Platz zu kommen. Vehs Aussage, „ich möchte trotzdem gewinnen“, ist nur der Pflicht gegenüber den eigenen Fans und der Verantwortung gegenüber der Liga geschuldet, die Flinte nicht schon vorher ins Korn zu werfen. Der Glaube daran aber ist bei keinem Frankfurter besonders ausgeprägt.

Dass die Bayern am Mittwoch nur ziemlich glücklich und erst in letzter Sekunde in Stuttgart gewonnen haben, habe keine Aussagekraft und schon gar keinen beispielhaften Charakter. „Sie werden gegen uns ganz anders spielen“, glaubt Veh, „wie immer in den letzten Jahren werden sie gegen uns auch mit der besten Mannschaft antreten.“ Der Frankfurter Coach rechnet mit der Flügelzange Arjen Robben und Franck Ribery und stellt seine Mannschaft darauf ein. „Wir müssen uns ‘was einfallen lassen“, kündigt er an, „wir werden taktisch einige Veränderungen vornehmen“. Im Gegensatz zur Aufstellung, die schon seit einigen Tagen klar ist, wollte er über das System noch nichts verraten.

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In jedem Fall bleibt es bei den angekündigten vier Wechseln gegenüber dem jüngsten Heimsieg gegen Berlin, Carlos Zambrano, Sebastian Rode, Stefan Aigner und Takashi Inui raus, Alexander Madlung, Johannes Flum, Tranquillo Barnetta und Joselu rein. Dabei hatten bei der einstündigen Übungseinheit am Freitag ausgerechnet Madlung und Bamba Anderson, zwei Innenverteidiger, gefehlt. Madlung soll Zambrano ersetzen, Anderson als Ersatz für den Ersatz auf der Bank sitzen. Damit wird es nun wohl nichts, denn Anderson hat sich gestern wieder einmal krank gemeldet. Nicht zum ersten Mal fällt der Brasilianer mit einer Erkältung aus. Madlung war wegen eines familiären Trauerfalls unterwegs, wird am heutigen Samstag zurück erwartet, kann also spielen.

(sp)

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