Noch viel Bewegung im Kader

Eintracht-Manager Hübner: „Gute Spieler in der Pipeline“

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Bruno Hübner

Frankfurt - Auf dem Spielfeld ist die Frankfurter Eintracht bei der Weltmeisterschaft prominent vertreten. Mit Carlos Salcedo und Ante Rebic haben sich zwei Eintracht-Profis in den internationalen Fokus gespielt. Von Peppi Schmitt

Das ist für die Frankfurter Fluch und Segen zugleich. „Es ist eine Auszeichnung für uns, wenn unsere Spieler in aller Munde sind“, sagt Manager Bruno Hübner. Aber es befördert natürlich auch die Spekulationen um mögliche Wechsel der Stars. Der Eintracht drohen nach Lukas Hradecky (Bayer Leverkusen) und Marius Wolf (Borussia Dortmund) mit Salcedo, für den es angeblich Angebote aus Italien gibt, und Rebic, der bei der Bundesliga-Konkurrenz und in England Interesse geweckt hat, womöglich weitere Abgänge. Da auch die Zukunft von Omar Mascarell, der immer wieder mit Schalke 04 in Verbindung gebracht wird, ungeklärt ist, könnte die halbe Pokalsiegermannschaft von der Fahne gehen. Hübner: „Wir haben gewusst, dass unsere Spieler gefragt sein können, deshalb sind wir ganz entspannt.“

Es gebe keinen Grund, dem Trainingsauftakt am kommenden Montag im speziellen und der Saison im allgemeinen mit Skepsis entgegenzusehen, „Wir haben keine Angst, dass die Mannschaft auseinanderfällt“, sagt der Frankfurter Sportdirektor, „wir haben ja auch gute Alternativen.“ Die Eintracht sei gut gerüstet, habe auf dem Transfermarkt gut vorgearbeitet. Es wären gute Spieler in der „Pipeline“, versichert der Manager, der in ständigem telefonischen Kontakt mit dem urlaubenden Sportvorstand Fredi Bobic und dem neuen Trainer Adi Hütter steht.

Die Eintracht-Führung übt sich bei weiteren Einkäufen neben Torwart Frederik Rönnow (Bröndby) und Stürmer Nicolai Müller (HSV) aktuell in Geduld, weil viele personelle Fragen noch nicht geklärt sind. Und da geht es nicht nur um die WM-Stars. Auch bei anderen Spielern aus dem aktuellen Kader ist die Zukunft noch offen. So wird noch mit dem Abgang von Stürmer Branimir Hrgota gerechnet, dem ein Angebot von Hannover 96 vorliegt. „Es liegt am Spieler, die Entscheidung zu treffen“, sagt Hübner, die Vereine seien sich einig. Auch Verteidiger Taleb Tawatha könnte den Verein noch verlassen.

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Noch nicht abschließend bewertet ist, was mit den jungen Spielern passiert, die aus der A-Jugend nach oben kommen und mit Verträgen gebunden sind. Für Innenverteidiger Noel Knothe wird es eben so schwer einen Platz zu finden wie für Stürmer Nelson Mandela, der zudem noch auch aus einer schweren Verletzung (Kreuzbandriss) kommt und sich noch nicht wieder in bester körperlicher Verfassung befindet. Da die Eintracht ja keine U23 mehr hat, gibt es für den eigenen Nachwuchs mit Ausnahme von Freundschaftsspielen kaum Spielpraxis. Der Versuch, diese bei einem anderen Club zu suchen, liegt nahe.

Etwas anders stellt sich die Situation bei Deji Beyreuther da. Sollte Tawatha wirklich wie erwartet noch gehen, könnte für den Linksfuß ein Platz im Kader frei sein. „In ihm sehen wir was“, sagt Hübner. Soll heißen: Beyreuther trauen sie bei der Eintracht einen Sprung nach vorne zu. Stand heute werden alle drei Nachwuchsprofis beim Trainingsauftakt nächste Woche dabei sein.

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Trainer Adi Hütter wird schon am Samstag aus seinem Wohnort Salzburg anreisen und dann übers Wochenende weitere Gespräche über die Planung der ersten Trainingstage und die Trainingsinhalte führen. „Er ist total kommunikativ und engagiert“, sagt Hübner. Lediglich rund zwanzig Spieler wird er zum Auftakt begrüßen können, neben Salcedo und Rebic fehlen ja mit Marco Fabián, Gelson Fernandes, Makoto Hasebe, Luka Jovic und Frederik Rönnow weitere WM-Teilnehmer. Mit Hütter wird dessen langjähriger Vertrauter Christian Peintinger nach Frankfurt kommen. Mit dem verbliebenen Trainerstab, Assistent Armin Reutershahn, Torwarttrainer Moppes Petz, die Fitness-Trainer Klaus Luisser, Martin Spohrer und Markus Murrer wurden bereits intensive Gespräche geführt. Armin Reutershahn hatte sich vor ein paar Tagen mit Hütter in Salzburg getroffen und Details besprochen. „Es ist alles vorbereitet“, sagt Hübner.

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