Das droht dem Verein jetzt

Pyrotechnik während Spiel abgebrannt: Eintracht-Fans sauer auf Täter

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Weil einige aus dem Fanblock Pyrotechnik abfackelten, droht jetzt allen Anhängern der Eintracht eine Sperre.

Der Abend nach dem Sieg gegen Inter Mailand hätte für die Eintracht und ihre Anhänger so schön sein können. Wenn nicht einige Vereinzelte wieder Pyrotechnik abgebrannt hätten. Jetzt droht eine Fansperre.

Frankfurt - Die „Feinde des Fußballs“, so hat sie einmal der frühere Vorstandsvorsitzende der Frankfurter Eintracht, Heribert Bruchhagen treffend bezeichnet, haben es wieder getan. Sie haben beim Spiel der Eintracht in Mailand nicht nur gezündelt, also Pyrotechnik abgebrannt, sie haben die brennenden Fackeln auch auf andere Zuschauer geworfen und sogar eine Leuchtrakete aufs Spielfeld geschossen. Es war reines Glück, dass niemand verletzt und kein Spieler getroffen wurde, der Mailänder Ivan Perisic sprang reaktionsschnell zur Seite und machte kein großes Aufhebens davon. Rund 15.000 friedlichen Fans der Eintracht wurde einer der größten Abende der jüngeren Vereinsgeschichte vermiest. Die Strafe der UEFA wird nicht lange auf sich warten lassen, ist die Eintracht doch seit den Vorkommnissen von Rom „vorbestraft“ und hat „Bewährungsauflagen“ bekommen. Dagegen wurde nun eklatant verstoßen, es droht zumindest für ein Auswärtsspiel eine Fansperre.

Kevin Trapp, der Anführer der Mannschaft, hat stellvertretend klare Worte gefunden. „Was hier passiert ist, ist ein No-Go. Wir betonen immer, dass wir die Fans brauchen, gerade auswärts. Es ist einfach schade, dass es einige nicht verstehen. Dafür habe ich kein Verständnis, das ist einfach Schwachsinn.“

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Worte, die nicht ankommen werden bei den unverbesserlichen Kriminellen, die sich schon beim Marsch ins Stadion vermummt und deutlich gemacht hatten, worum es ihnen in Wahrheit geht. Ganz sicher jedenfalls nicht um den Fußball oder die Eintracht. Auch die löbliche Strategie der Vereinsführung, die Probleme im Dialog zu lösen, wird da schwerlich helfen. Dieser Teil der Fans ist nicht empfänglich für Worte und Argumente.

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Augenzeugen berichten, dass die Fackeln im direkten Umfeld der „Capos“, also der Anführer und Lautsprecher der „Ultras“, gezündet wurden. Es hilft also nur, mit den Mitteln des Rechtsstaates endlich die „Sünder“ ausfindig zu machen. Öffentlich hat sich der für den Fanbereich verantwortliche Vorstand Axel Hellmann noch nicht zu Wort gemeldet. Es ist aber durchaus wahrscheinlich, dass auch sein Geduldsfaden nun gerissen ist und die „Täter“ mit aller möglichen Härte verfolgt werden. In diesem Fall sind der Worte genug gewechselt.

Die wahren Fans der Eintracht haben die Nase voll, eine Spaltung der Anhängerschaft droht nicht nur, sie ist längst vollzogen. Von den Rängen gab es lautstarke Sprechchöre: „Ihr seid Scheiße wie der OFC“. Das ist schon mal die verbale Höchststrafe.

Von Peppi Schmitt

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