Bruno Hübner bestätigt

Roger Schmidt sagt Eintracht ab

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Berichten zufolge wird Roger Schmidt neuer Trainer bei Bayer Leverkusen.

Frankfurt - Roger Schmidt wird seinen bisherigen Arbeitgeber Red Bull Salzburg verlassen. Allerdings wird er nicht die Frankfurter Eintracht trainieren, sondern er hat sich bereits für Bayer Leverkusen entschieden.

Der große Wunschkandidat hat abgesagt. Roger Schmidt wird lieber neuer Trainer von Bayer Leverkusen als Nachfolger von Armin Veh bei Eintracht Frankfurt. "Wir haben bis zum Schluss um ihn gekämpft", erklärte Sportdirektor Bruno Hübner am Freitag. Das Angebot der Leverkusener hätte aber zwei Vorzüge gehabt: "Einmal das Wirtschaftliche und dann das Sportliche", meinte Hübner. "Er wird in der kommenden Saison auf jeden Fall in Europa und vielleicht sogar in der Champions League spielen. Da gehen einem irgendwann die Argumente aus."

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Die Entscheidung des Meistermachers von Red Bull Salzburg wurde in Frankfurt mit Enttäuschung, aber auch Verständnis aufgenommen. Vor allem aber setzt sie den Verein nun unter Druck, möglichst zeitnah einen Plan B zu präsentieren. Hübner betonte zwar, dass es "ein klares Profil" gebe und dass er parallel zu den Verhandlungen mit Schmidt auch schon "das eine oder andere Gespräch geführt" habe - mutmaßlich mit dem Ex-Hamburger Thorsten Fink, dem Ex-Stuttgarter Bruno Labbadia oder mit dem Kaiserslauterer Trainer Kosta Runjaic, wie es im Umfeld heißt. Hinzu kommen Gertjan Verbeek und Sami Hyypiä, die erst kürzlich bei ihren Vereinen (1. FC Nürnberg und Bayer Leverkusen) entlassen wurden.

Doch wer auch immer im Sommer an den Main kommt, wird mit dem in diesem Fall besonders offensichtlichen Makel leben müssen, nur die zweite Lösung zu sein. Denn die Verantwortlichen der Eintracht hatten sich intern wie auch nach außen klar auf Roger Schmidt als Wunschkandidaten festgelegt. "Es waren alle der Überzeugung, quer durch alle Gremien und durch den kompletten Verein, dass das sehr gut gepasst hätte", betonte Hübner. Selbst am Vortag, an dem Schmidt ihm endgültig absagte, hätte er noch dreimal mit dem früheren Coach des SC Paderborn telefoniert, um ihn doch noch zu einem Wechsel nach Frankfurt zu bewegen.

Sorgen, dass dieses klare Bekenntnis andere Trainer abschrecken könnte, macht sich Hübner jedoch nicht: "Eintracht Frankfurt ist immer noch ein geiler Club. Man kann hier noch richtig etwas bewegen." Er werde jetzt "nicht irgendwelche Kompromisse machen, nur um eine schnelle Lösung zu präsentieren". Und er hatte für die neue Situation am Ende noch einen launigen Vergleich parat: "Bei der vorletzten Papstwahl sind auch alle reingegangen und es hat niemand geglaubt, dass es am Ende ein Deutscher wird. Der war höchstens die 1d-Wahl - und hat es dennoch gut gemacht."

Zwei andere Personalien und selbst das Bundesliga-Spiel der Eintracht am Samstag (15.30 Uhr) bei 1899 Hoffenheim gingen neben der Trainerfrage völlig unter. Nach Angaben von Hübner verlängerte der Verein den Vertrag mit seinem Sturmtalent Luca Waldschmidt um drei Jahre bis 2017 und verkaufte den bereits ausgeliehenen Marvin Bakalorz endgültig an den SC Paderborn. "Wir haben seinem Wunsch entsprochen", erklärte der Sportchef.

Der noch amtierende Trainer Armin Veh wollte sich zur Nachfolgesuche nicht äußern und plauderte lieber über die Partie in Hoffenheim. "Es wird auf jeden Fall notwendig sein, anders aufzutreten als gegen Hannover", forderte er. Die Eintracht will am Wochenende auch die letzten theoretischen Zweifel am Klassenerhalt ausräumen. Dazu würden bereits ein weiterer Patzer des 1. FC Nürnberg und des Hamburger SV genügen. Am liebsten wäre Veh aber natürlich ein eigener Sieg. Dann könnten die anderen spielen, wie sie wollen.

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(nb/dpa)

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