Jan Rosenthal im Sturm

Mit „falscher Neun“ gegen Berlin

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Jan Rosenthal (links) dürfte gegen Hertha BSC Berlin in vorderster Front stürmen.

Frankfurt - Drei etatmäßige Angreifer hat Fußball-Erstligist Eintracht Frankfurt im Kader: Joselu, Vaclav Kadlec und Srdjan Lakic. Doch im ersten Spiel der zweiten Saisonhälfte gegen Hertha BSC wird wohl keiner von ihnen in der Startelf stehen. Von Peppi Schmitt

Trainer Armin Veh tendiert stattdessen zur „falschen Neun“ und hofft auf neue Motivation durch einen verschärften Konkurrenzkampf. Jan Rosenthal ganz vorne, Torjäger Alexander Meier dahinter – was beim jüngsten 2:0-Sieg der Frankfurter Eintracht im Test gegen Wisla Krakau geklappt hat, soll nun wohl auch in der Liga gegen Hertha BSC zum Erfolg führen. Es sei „sehr wahrscheinlich“, dass er diese Lösung erneut wähle, sagte Trainer Armin Veh. Festlegen wollte er sich aber noch nicht. „In der Trainingswoche kann ja noch was passieren.“

Veh setzt also im Angriff auf einen sogenannten „falschen Neuner“, denn Rosenthal ist eher ein offensiver Mittelfeldspieler als ein echter Stürmer. Der „richtige Neuner“, Joselu, bliebe dann der Joker Nummer eins.

Viele Möglichkeiten

„Der Trainer hat nun viele Möglichkeiten, um zu reagieren“, sagt Sportdirektor Bruno Hübner mit Blick auf den gegenüber dem Ende des letzten Jahres nun deutlich üppigeren Kader. Meier und Stefan Aigner sind wieder fit, Takashi Inui hat angedeutet, dass er seine Krise beendet hat, und in Tobias Weis und Alexander Madlung sind zwei Neue hinzugekommen. Diese Konkurrenzsituation hat die sportliche Leitung bewusst geschaffen. Sie soll einzelne Spieler und damit die Mannschaft voranbringen. Fast alle Positionen sind umkämpft. Das gilt auch für den Angriff. Veh hat in allen Mannschaftsteilen Variationsmöglichkeiten. Auch die Taktik ist flexibel. Aktuell bevorzugt der Trainer wieder das 4-2-3-1 aus der vergangenen Saison.

Sorgen bereitet nur die Position links hinten in der Abwehrkette. Bastian Oczipka (hartnäckige Achillessehnenreizung) wird nicht so schnell zurückkehren, hat zudem nahezu die komplette Vorbereitung verpasst. Constant Djakpa, in der Hinrunde zumeist Ersatz, ist nun erste Wahl. Es wird eine besondere Aufgabe für Veh sein, den manchmal sprunghaften Ivorer zur nötigen Konstanz zu bringen.

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Für größere Unruhe wird die frühe Festlegung auf einem Stammformation wohl nicht sorgen. Denn der Trainer hat parallel dazu schon angekündigt, öfter „rotieren“ zu wollen als in der Hinrunde. Die Beanspruchung in den ersten sechs Wochen des neuen Jahres mit sechs Spielen in der Liga, zwei in der Europa League und einem im DFB-Pokal schreit geradezu nach einer Verteilung der Einsatzzeiten.

„Ich habe im ersten Halbjahr gesehen, dass nicht alle mit drei Spielen pro Woche klarkommen“, so Veh. Also wird er den besonders geforderten Stammkräften wie beispielsweise Sebastian Rode, Pirmin Schwegler oder Sebastian Jung auch mal die eine oder andere Verschnaufpausen gönnen.

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