„Ich habe viele Situationen anders gesehen“

Eintracht: Sauer auf Schiri Wolfgang Stark

Wolfgang Stark

Hamburg - Mitte der zweiten Halbzeit hatte Armin Veh die Nase voll. Er ruderte mit den Armen, er schimpfte lautstark, konnte vom vierten Offiziellen Thorsten Schriever in seiner Coaching-Zone nur noch nur schwer beruhigt werden. Von Peppi Schmitt

Es ging um die Leistung von Schiedsrichter Wolfgang Stark, der mit Beginn des zweiten Abschnitts offenbar beschlossen hatte, konsequent sämtliche fragliche Situationen gegen die Eintracht zu pfeifen. Stark gab einen Freistoß nach dem anderen für den HSV und brachte die Frankfurter damit auf die Palme. „Ich habe viele Situationen anders gesehen als er und ich stand häufig ziemlich nahe dran“, ärgerte sich Veh, „da muss ich halt auch mal reagieren.“

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Vier gelbe Karten hatte es dem durchaus fairen Spiel gegeben, alle gegen Frankfurter Spieler. Das war die sichtbarste Auswirkung des „Kleinkriegs“, den der Unparteiische und die Eintracht nach dem Wechsel geführt hatten. „Die Zweikämpfe wurden oft zu unseren Ungunsten gepfiffen, das war eindeutig“, sagte der besonnene Heribert Bruchhagen. „Gravierende Fehlentscheidungen“ freilich wollte der Eintracht-Boss nicht erkannt haben.

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 „Es war schwierig mit dem Schiedsrichter“, sagte Stefan Reinartz, Stark habe „sehr zerfahren“ gepfiffen. Vor allem die Art und Weise des Umgangs miteinander hatte die Frankfurter Profis aufgebracht. „Ein Schiedsrichter kann ja schon ein bisschen arrogant sein und darf sich nicht alles gefallen lassen“, sagte Marco Russ, „aber wenn man gar nicht mit ihm reden kann, sollte er sich auch mal hinterfragen.“

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Kapitän Alex Meier hatte immer mal wieder versucht, zu intervenieren. Vergeblich. „Da kann man fünfmal reden, er hat seine Linie“, hatte Meier beim ehemaligen FIFA-Referee bemerkt, „da war es besser, Ruhe zu bewahren und sich nicht noch gelbe Karten abzuholen.“ Zudem hätten die Hamburger Spieler es dem Referee auch schwer gemacht. „Es ist ja heutzutage leider so, dass immer gepfiffen wird, wenn einer hinfällt und sich den Kopf hält“, sagte Meier. So wurde der Eintracht zumindest einmal ein klarer Vorteil, der zu einer Torchance geführt hätte, genommen.

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