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Eintracht Frankfurt: Der aktuelle Stand bei der Kaderplanung

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Filip Kostic von Eintracht Frankfurt.

Noch keine Gespräche über Kostic, Abraham und Rebic. Dost: „Ich will wieder losballern“

  • Kaderplanung bei Eintracht Frankfurt läuft
  • Ache bisher einziger Neuzugang
  • Bas Dost will durchstarten

Frankfurt - Tag für Tag fährt Bruno Hübner (59) von seinem Wohnort Taunusstein in sein Büro in die Frankfurter Arena. Der Manager der Frankfurter Eintracht beobachtet ganz genau, wie Spieler und Trainer nach und nach wieder etwas Normalität auf dem Trainingsplatz finden. Er spricht mit Sportvorstand Fredi Bobic über die Zukunftsplanungen und vor allem telefoniert er viel. Mit Spielern, mit Beratern, mit seinen beiden Söhnen Benjamin und Florian, die bei der TSG Hoffenheim und Union Berlin ihre eigenen Erfahrungen mit Fußball während der Corona-Krise sammeln. „Da gibt es nur minimale Unterschiede, alle Klubs halten sich an die Vorschriften und Empfehlungen“, sagt Hübner. Das eigentliche Geschäft von Hübner und all den anderen Verantwortlichen im Fußball-Business, die Welt der Transfers, ist darüber zumindest vorübergehend zum Erliegen gekommen. „Solange niemand weiß, wann die neue Saison beginnt, geht überhaupt nichts“, sagt Hübner. Sein Chef Fredi Bobic wird noch deutlicher. „Wir hatten schon vieles von dem vorbereitet, was wir für den Kader der nächsten Saison machen wollten, sagte er dem Spiegel, „aber das alles ist jetzt komplett für die Tonne".

Eintracht Frankfurt: Ache bisher einziger Neuzugang

Immerhin, ein Transfer ist bereits in trockenen Tüchern. Von Sparta Rotterdam kommt der deutsche Juniorennationalspieler Ragnar Ache (21). Den Stürmer, der seine ersten Schritte einst bei der Spielvereinigung Neu-Isenburg machte, hatte sich die Eintracht schon im Winter für eine Ablösesumme von zwei Millionen Euro gesichert. Wann er seinen Dienst in Frankfurt antreten wird, steht in den Sternen. Ein Termin für den Start in die neue Saison ist noch ungewisser als ein Termin für die Fortsetzung der laufenden Spielzeit. „Selbst wenn wir die aktuelle Saison bis zum 30.Juni beenden könnten, müssten wir den Spielern ja ein paar Tage Urlaub geben“, gibt Hübner zu Bedenken. Schon jetzt sei es ja ziemlich wahrscheinlich, dass es im nächsten Winter ohne Pause weitergehen wird. Wegen all dieser Unwägbarkeiten sind nahezu alle Transfers in der Schwebe oder zurückgestellt. Für schlaflose Nächte sorgt dies bei den Frankfurtern nicht. „Wir haben ein gutes Fundament“, sagt Hübner. Inklusive Nachwuchsspielern und den nach Ausleihe zurückkehrenden Tuta und Dejan Joveljic und Neuzugang Ache stehen stehen 26 Spieler über diese Saison hinaus unter Vertrag. Alle Spekulationen der letzten Tage und Wochen über weitere Wechsel wie den Verkauf von Filip Kostic an Inter Mailand, den Verkauf des bislang nur ausgeliehenen Ante Rebic zum AC Mailand oder die Rückkehr von David Abraham nach der Saison in seine argentinische Heimat, sind nicht mehr als Gerüchte. Konkrete Gespräche haben nach Informationen dieser Zeitung in keinem der drei Fälle stattgefunden.

Eintracht Frankfurt: Dost will durchstarten

Wenn es denn tatsächlich im Mai weitergeht mit der Saison, wäre Bas Dost wie ein Neuzugang für die Eintracht. Der Holländer hat erst 14 Spiele bestreiten können, ist nach Krankheit und Adduktorenproblemen nun aber komplett genesen. „Ich habe ganz viel Lust wieder Fußball zu spielen und will zeigen, was ich draufhabe“, sagt er, „ich will wieder losballern.“ Sollte es Mai wieder losgehen, sei er bereit. „Ich vertraue meinem Körper, da ist alles in Ordnung“, sagt der 30 Jahre alte Stürmer. Es sei zwar schade, dass die Liga wohl nur mit „Geisterspielen“ fortgesetzt werden kann, aber es sei auch genug darüber geredet worden. „Na klar hätten wir gegen Basel mit Zuschauern niemals 0.3 verloren“, glaubt er, „aber wir müssen aufhören darüber zu labern, sondern uns auf die neue Situation einstellen.“

Während Dost mit Freundin und Kind in Frankfurt wohnt, leben seine Eltern in Holland. „Sie sind 65, da ist das natürlich schwierig“, erklärt er, „sie vermissen den Enkel total, aber es ist halt nichts zu machen“. Per Facetime hält er den Kontakt und hat große Vorfreude auf die Nach-Corona-Zeit. „Wenn alles vorbei ist, werden alle sehr zufrieden sein, wenn mein Kleiner ihnen einen Kuss gibt“, sagt er. Bis dahin werde er sich genau an die Vorschriften halten. „Ich vertraue den Menschen in Deutschland und Holland“, sagt Bas Dost. 

Von PEPPI SCHMITT

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