Jovics letztes Spiel, Kostic fest verpflichtet

Eintracht in München: Ein Punkt im 50. Pflichtspiel fürs große Glück

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Eintracht Frankfurt gegen Bayern München: Bild vom Hinspiel.

Es ist das 50. Pflichtspiel für die Frankfurter Eintracht in dieser Saison. Und das wichtigste. In München geht es für die Hessen um die Qualifikation für den Europapokal.

Frankfurt - Das wäre mit allen Resultaten möglich, aber nur mit zumindest einem Punkt garantiert. Bei einem Sieg gegen den Rekordmeister, seit 19 Jahren hat das die Eintracht auswärts nicht mehr geschafft, wäre sogar noch die Champions-League drin, bei einer Niederlage ist die Eintracht auf die Ergebnisse der direkten Verfolger VfL Wolfsburg (gegen Augsburg) und TSG Hoffenheim (in Mainz) angewiesen. Von Platz vier bis Platz acht ist also noch alles möglich. Wirtschaftlich macht das einen Unterschied von bis zu 40 Millionen Euro. „Für uns geht es um viel“, sagt Trainer Adi Hütter, „wir brauchen ein unglaublich gutes Spiel und müssen über unsere Grenzen gehen, um unsere Ziele zu erreichen.“

Eintracht Frankfurt: Imagegewinn in den letzten Monaten

Der in Zahlen messbare Erfolg der Saison steht ausgerechnet im letzten Spiel bei den Bayern auf dem Spiel, auch wenn den Frankfurtern niemand mehr die begeisternden Spiele und den großen Imagegewinn aus den letzten Monaten mehr nehmen kann. „Es war so und so eine sensationelle Saison“, versucht Sportvorstand Fredi Bobic ein wenig den Druck rauszunehmen. Dass die Eintracht die fantastische Europareise bis ins Halbfinale in der Bundesliga vielleicht teuer bezahlen muss, räumt er ein. „Wenn wir die zwei Chelsea-Spiele nicht gehabt hätten, wären wir schon lange für die Champions League qualifiziert", hat er in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung gesagt.

Filip Kostic fest verpflichtet

Unabhängig von der abschließenden Platzierung hat die Eintracht vieles erreicht. Die bislang angehäuften 54 Punkte sind Vereinsbestwert seit 26 Jahren. „Wir sind für Spieler sehr attraktiv geworden, mit unserem Stadion, unserer Stimmung", sagte Bobic. Dafür spricht, dass die Eintracht gerade Filip Kostic (26) endgültig vom Hamburger SV verpflichtet und mit einem Vertag bis 2023 ausgestattet hat.

Bislang war der serbische Nationalspieler bis 2020 ausgeliehen gewesen. Angeblich haben die Frankfurter 5,5 Millionen Euro nach Hamburg überweisen. „Filip hat mich vom ersten Tag an menschlich wie sportlich überzeugt“, sagt Trainer Hütter, „er fühlt sich total wohl hier und ist immer mit Herz und Leidenschaft bei der Sache.“

Wechsel von Luka Jovic zu Real Madrid steht bevor

Mindestens ein Stammspieler wird in München sein letztes Spiel für die Eintracht bestreiten. Der Wechsel von Luka Jovic zu Real Madrid steht unmittelbar bevor. Meldungen von „Sky“, der Vertrag sei schon unterzeichnet, sind allerdings schlicht falsch, denn noch feilschen die Klubs um die Ablöse. Real will 50 Millionen Euro bezahlen, die Eintracht will mindestens 60 Millionen Euro. 30 Prozent der Ablöse gehen dann noch an Benfica Lissabon. „Wenn Luka wirklich zu so einem Weltklub geht, haben alle gewonnen“, sagt Hütter, „er wird sich im letzten Spiel noch einmal ins Zeug legen, auch wenn das sicher nicht alles spurlos an ihm vorbei geht.“

Jovic (17 Tore in der Bundesliga, 10 im Europacup) wird also stürmen. Mit Ausnahme von Sebastian Rode sind alle anderen einsatzfähig. Über die Aufstellung wollte Hütter nicht viel verraten, die Taktik aber ist klar vorgegeben. „Wir wollen mutig nach vorne spielen“, fordert er, „wir haben die Möglichkeit, den Bayern weh zu tun.“ Die Auswärtsbilanz der Hessen kann sich sehen lassen: Von den letzten dreizehn Spielen in der Fremde haben sie nur zwei (Berlin und Leverkusen) verloren. Hütter: „Ich glaube an meine Mannschaft“. Die Fans auch. Über 7000 werden die Eintracht begleiten.

Von Peppi Schmitt

Liveticker: Für die Eintracht geht es um Europa – für den FC Bayern um die Meisterschaft

Voraussichtliche Aufstellung gegen Bayern München:

Eintracht Frankfurt: Trapp – Abraham, Hasebe, Hinteregger – Da Costa, de Guzman, Fernandes, Kostic – Rebic – Haller, Jovic

Bank: Rönnow, Chandler, Ndicka, Falette, Torró, Gacinovic, Paciencia

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