Einzug in K.o.-Phase der Europa League perfekt

Glanzloser Sieg der Eintracht auf Zypern

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Mijat Gacinovic (Zweiter von rechts) zieht ab und trifft zum 3:0 für Eintracht Frankfurt gegen Apollon Limassol in Nikosia.

Nikosia - Die Erfolgsserie der Frankfurter Eintracht geht weiter. Mit dem wenig glanzvollen, ziemlich knappen, aber dennoch sicheren 3:2 (1:0) bei Apollon Limassol haben die Hessen die Gruppenphase der Europa League schon zwei Spieltage vor Schluss überstanden. Von Peppi Schmitt

„Wir haben uns für die Zwischenrunde qualifiziert in einer Gruppe, wo viele gedacht haben, dass wir es nicht schaffen“, sagte Torwart Kevin Trapp: „Da muss man einfach sagen: Hut ab! Wir sind auf dem richtigen Weg.“

Vier Siege in vier Spielen sind eine überragende Ausbeute, freilich waren die 95 Minuten auf Zypern die schwächsten in dieser Europapokalsaison. Auf die Torjäger Luka Jovic und Sébastien Haller war Verlass, sie erzielten die ersten beiden Treffer, Mijat Gacinovic erhöhte auf 3:0. Jose Zelaya traf dann noch zweimal für die nie aufgebenden Gastgeber. Die letzten neun Minuten plus Nachspielzeit mussten die Frankfurter nach Gelb-Rot gegen Marc Stendera in Unterzahl spielen.

Es war quasi ein Heimspiel für die Frankfurter. Rund 5000 Eintracht-Fans dominierten unter den insgesamt nur 8000 Zuschauern im Stadion von Nikosia. Alle ganz in grau gekleidet, machten sie viel Stimmung, wie schon den gesamten Tag über in der Inselhauptstadt. Leider waren aber auch wieder einige „Pyromanen“ darunter, die ein Feuerwerk abfackelten. Das wird wieder teuer für den Klub, was den Fans egal zu sein scheint.

Was sagen die Spieler? Die Stimmen zum Sieg

Trainer Adi Hütter hatte einige Umstellungen vorgenommen, schonte in Johnny de Guzman, Filip Kostic und Ante Rebic drei Stammkräfte. Es kamen Jetro Willems, Stendera und Gacinovic. Und Willems war auch gleich am 1:0 beteiligt. Der Holländer spielte in der 17. Minute einen klugen Pass in die Spitze, Jovic hatte sich gelöst und schoss trocken ins kurze Eck ein. Das war zu diesem Zeitpunkt nicht unbedingt zu erwarten, den die Zyprer spielten gut mit.

Eintracht-Zeugnis gegen Apollon Limassol

Die Eintracht spielte mit angezogener Handbremse, versuchte, die Partie zu kontrollieren. „Es war nicht einfach für uns“, sagte Gacinovic. „Wir waren nicht frisch, weil wir zuletzt viel gespielt haben. Hauptsache gewonnen.“ Ähnlich sah es Haller: „Wir haben uns qualifiziert, nur das zählt.“

Keine glückliche Figur machte dabei Stendera, dem einige dumme Fouls unterliefen. Die Gelbe Karte sah er nach einem Gerangel mit Apollon-Trainer Avgousti an der Seitenlinie. Der Coach der Gastgeber musste auf die Tribüne.

Bilder zum Auswärtssieg der Eintracht gegen Limassol

Kurz vor der Pause hatten dann beide Teams je eine klare Torchance, die aber vergeben wurden. Nach dem Wechsel klappte das viel besser. Gacinovic flankte punktgenau auf Haller und der Franzose drückte den Ball über die Linie (55.). Drei Minuten darauf traf Gacinovic dann selbst aus 17 Metern flach ins Eck.

Danach schaltete die Eintracht endgültig zurück. Was sich schnell rächte, denn Apollon kämpfte unverdrossen weiter und kam in der 71. Minute durch einen Kopfball von Zelaya, der sich gegen Fernandes durchgesetzt hatte, nach einer Freistoßflanke zum 1:3. Die ganz große Gefahr allerdings strahlten die Zyprer auch in Überzahl nicht aus. Erst in der vierten Minute der Nachspielzeit kamen sie durch einen umstrittenen Strafstoß zum Anschlusstreffer. Danach war gleich Schluss. „Es ist uns gelungen, den ersten Matchball zu verwandeln. Das freut mich sehr. Kompliment an die Mannschaft“, sagte Trainer Hütter.

Apollon Limassol: Kissas - Stylianou, Ouedraogo, Roberge, Vasiliou (60. Pedro) - Kyriakou, Sachetti - Sardinero, Markovic, Schembri (67. Faupala) - Maglica (46. Zelaya)

Eintracht Frankfurt: Trapp (Note: 3,5) - Abraham (3), Hasebe (3), N’Dicka (3,5) - Fernandes (3,5/77. de Guzmán) - da Costa (3,5), Willems (5) - Stendera (4,5), Gacinovic (2,5) - Haller (2,5/66. Rebic), Jovic (3/85. Müller)

SR: Martins (Portugal) - Zuschauer: 8000

Tore: 0:1 Jovic (17.), 0:2 Haller (55.), 0:3 Gacinovic (58.), 1:3, 2:3 Zelaya (71., 90.+4/Foulelfmeter) - Gelbe Karten: - / N’Dicka (1), Willems (1), Rebic (1) - Gelb-Rot: - / Stendera (81./wiederholtes Foulspiel)

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