Eintracht Frankfurt

Hütter mahnt: „Wir müssen die Atmosphäre annehmen“

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Frankfurts Trainer Adi Hütter.

Eintracht-Trainer plant viele Wechsel vorm Spiel gegen St. Pauli. Kostic ist fraglich und Andre Silva fehlt weiter. 

Frankfurt -  Zuletzt waren die Wechsel in der Anfangself der Frankfurter Eintracht eher dezent ausgefallen. Vor dem Pokalspiel am Mittwochabend (20.45 Uhr) beim FC St. Pauli aber hat Trainer Adi Hütter nun die „große Rotation“ angekündigt. Er will eine frische Mannschaft aufs Feld schicken, die das Überwintern im Pokal ermöglicht. „Es ist eine sehr bedeutsame Partie“, macht der Frankfurter Trainer klar, „wir müssen so auftreten, dass wir im Frühjahr noch dabei sind.“ Er rechnet mit heftiger Gegenwehr des Hamburger Zweitligisten. „Sie werden sehr motiviert sein“, glaubt Hütter, „wir müssen vor allem auch die Atmosphäre annehmen.“ Das Stadion am Millerntor ist wegen der begeisterungsfähigen Fans und seiner Lautstärke gefürchtet. „Es wird kein Zuckerschlecken für die Eintracht“, sagt der ehemalige Frankfurter Profi Johannes Flum, aktuell bei St. Pauli nur Ersatzspieler, „ich muss die Eintracht vorwarnen, wenn das Flutlicht am Millerntor angeht, ist es jedes Mal etwas Besonderes.“ Immerhin 2 800 Fans begleiten ihre Mannschaft nach Hamburg.

Eintracht Frankfurt: Angespannte Personalsituation

Bei der Eintracht dreht sich in diesen Tagen und Wochen vieles um die angespannte Personalsituation. Mit Kevin Trapp, Marco Russ, Almamy Touré und Johnny de Guzman fallen vier Spieler dauerhaft aus. Seit zwei Wochen fehlen auch die Stürmer André Silva und Bas Dost, in Mönchengladbach hatte zudem auch noch Mijat Gacinovic passen müssen. Jetzt stehen zusätzlich Fragezeichen hinter dem Einsatz von Filip Kostic, der sich mit Knieproblemen plagt. In den meisten Fragen während der offiziellen Pressekonferenz am Dienstag ging es um den Gesundheitszustand der so sehr vermissten beiden Stürmer. „Silva ist kein Thema für St.Pauli, Dost vielleicht“, fasste der Trainer den aktuellen Stand kurz zusammen.

Bas Dost soll, wenn möglich, im Aufgebot stehen, seine Leistenprobleme haben sich offenbar gebessert. Alle Untersuchungen hätten ergeben, dass keine strukturelle Verletzung vorliegt. Dennoch wollen die Frankfurter Vorsicht walten lassen, um keinen dauerhaften Ausfall zu provozieren. „Wir werden sicher kein Risiko eingehen“, sagte Hütter. Durchaus wahrscheinlich also, dass der Holländer Dost zunächst auf der Bank Platz nehmen und erst im „Notfall“ eingesetzt wird. Goncalo Paciencia und Daichi Kamada sollen es im Angriff richten.

Bei Silva habe er „Hoffnung“ für das Spiel am Samstag gegen den FC Bayern, sagte der Eintracht-Coach. Der Portugiese habe sich vor zwei Wochen beim Training verletzt, als er unglücklich auf dem Boden aufgekommen ist. „Die Achillessehne ist seine Schwachstelle“, räumt Hütter ein, „das ist eine sehr sensible Stelle, da müssen wir vorsichtig sein.“ Von der letzten Option, einem operativen Eingriff, sei Silva freilich „weit weg“. Zuletzt hatte er einen Arzt seines Vertrauens in Portugal konsultiert, der die Diagnose der Frankfurter Ärzte bestätigt habe. Hütter: „Ob es in drei Tagen klappt, weiß ich nicht, Aber ich gehe nicht von einem langfristigen Ausfall aus.“

Eintracht Frankfurt: Andre Silva fehlt auch gegen St. Pauli

Eintracht Frankfurt: Hauptaugenmerk liegt auf der Defensivarbeit

In einer ausführlichen Besprechung wird der Eintracht-Trainer seinen Spielern am Mittwoch den Gegner näherbringen. „Wir haben St Pauli genauso intensiv analysiert wie die Bayern oder unsere Europacupgegner“, sagt er, „wir haben sie komplett auseinandergenommen.“ Das größte Augenmerk in der Spielvorbereitung lag nach den schlechten Erfahrungen von Mönchengladbach freilich auf der eigenen Mannschaft und dabei zuvorderst in der Defensivarbeit. Mit einer Leistung wie am Sonntag könne man „kein Spiel gewinnen“. Die Forderung des Trainers: „Wir müssen defensiv viel besser auftreten. Vier Gegentore sind einfach zu viel, vor allem wenn sie alle leicht zu verteidigen gewesen wären.“

Eintracht-PK: Dost vielleicht Option gegen St. Pauli

Auf welchen Positionen er „rotieren“ werde, hat der Frankfurter Coach nicht verraten. Denkbar wären Wechsel auf den Außenposition, Erik Durm und Timmy Chandler für Danny da Costa und Filip Kostic, im defensiven Mittelfeld, Dominik Kohr für Sebastian Rode und in der Innenverteidigung, Evan Ndicka für Makoto Hasebe. PEPPI SCHMITT

Eintracht: Rönnow – Abraham, Hinteregger, Ndicka – Durm, Kohr, Sow, Chandler – Gacinovic – Kamada, Paciencia.- Bank: Wiedwald, Hasebe, Da Costa, Fernandes, Torró, Rode, Kostic, Dost, Joveljic.

vom Peppi Schmitt

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