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Eintracht erteilt Union Berlin vor neun Jahren beim 3:1 eine Lehrstunde

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Vor neun Jahren trafen Eintracht und Union Berlin das letzte Mal in Frankfurt aufeinander.

Vor neun Jahren trafen Eintracht Frankfurt und Union Berlin das letzte Mal in Frankfurt aufeinander. Für die Eintracht eine eindeutig positive Erinnerung.

Frankfurt - Das letzte Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften in Frankfurt liegt schon eine lange Weile zurück, Ende September 2011, fanden sich beide im Stadtwald ein, beide spielten noch eine Etage tiefer, zweite Liga, Schwarzbrot. Die „Rückrunde der Schande“ ein halbes Jahr zuvor hatte Eintracht Frankfurt gerade einen der sinnfreisten Abstiege der jüngeren Bundesligageschichte beschert; immerhin sollte mit dem Trainer Armin Veh und dem Manager Bruno Hübner, beide neu installiert, der Betriebsunfall Abstieg sofort wieder wettgemacht werden. 

Und die Eintracht hatte damals vor neun Jahren in der zweiten Liga eine richtig gute Mannschaft zusammen mit Oka Nikolov, Heiko Butscher, Alex Meier, Erwin Hoffer, Caio, Mo Idrissou, Gordon Schildenfeld, Constant Djakpa und dem ganz jungen Sebastian Rode. Und sie wurde ihrem Anspruch auch gerecht, am Ende erreichte sie trotz harter Konkurrenz des 1. FC Köln, SC Paderborn, FC St. Pauli und Fortuna Düsseldorf ihr Ziel und stieg als Zweiter direkt auf. 

Eintracht Frankfurt mit spielerischem Feuerwerk gegen Berlin

Die Partie in 2011 gegen Union Berlin an einem Freitag vor 35 000 Zuschauern schien früh entschieden, schnell führten die Hessen 2:0, Theofanis Gekas und natürlich Alex Meier hatten getroffen. Dazu wurden Chancen in rauen Massen ausgelassen. Und nicht nur das: In der ersten Halbzeit hatten die Gastgeber ein spielerisches Feuerwerk abgebrannt, wie man es lange nicht mehr gesehen hatte. Die Hessen waren den „Eisernen“ gleich um zwei Klassen überlegen, gefühlt hatte die Eintracht im ersten Abschnitt 80 Prozent Ballbesitz, Union bekam kein Bein auf dem Boden. 

„Das war Fußball, wie ich ihn mir absolut vorstelle. Das war ein Klassespiel, tolle Kombinationen“, sagte Trainer Armin Veh nach der Lehrstunde. Mit schlafwandlerischer Sicherheit wurde da mit dem Ball kombiniert, ein Rädchen griff in das andere. „Wir haben so dominant wie nie gespielt“, sagte Kapitän Pirmin Schwegler, „dominanter kann man nicht spielen. Das war Powerfußball vom Feinsten.“ Zeitweise hatte es den Eindruck, als werde die Eintracht im Training mehr gefordert als in diesem Meisterschaftsspiel. Doch dann, nach 50, 55 Minuten und im Gefühl des sicheren Sieges, schlich sich der Schlendrian ein und die Gäste kamen nicht nur auf, sondern durch Christopher Quiring (75.) zum Anschlusstreffer. 

Ein klarer 3:1 Sieg für Eintracht Frankfurt

Es wurde kurzfristig noch einmal eng, ehe Erwin „Jimmy“ Hoffer, der immer noch aktiv ist und zwar beim FC Admira Wacker Mödling in der österreichischen Bundesliga, das erlösende 3:1 erzielte. Ernsthaft zittern mussten die Hessen nicht, „das war richtig souverän“, sagte Pirmin Schwegler. „Wir sind nur noch so hoch gesprungen, wie wir mussten“, sagte Veh großzügig und gab seinem Team danach für drei Tage frei. Konnte er machen. Die Eintracht lag nach zehn Spieltagen auf Kurs und war Zweiter.

Es lebe der Bolzplatz: Wie Andreas Möller die Eintracht-Jugend wieder nach oben führen will. Für den von den Eintracht-Fans angefeindeten Ex-Profi ist klar, dass die besten Spieler aus dem Rhein-Main-Gebiet das Eintracht-Trikot tragen müssen.

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