Geduld gefragt

Eintracht Frankfurt ist der Meister der späten Transfers

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Bruno Hübner (links) und Fredi Bobic feilen bei Eintracht Frankfurt an der Mannschaft für die kommende Saison. 

Eintracht Frankfurt sondiert geduldig den Transfermarkt. In den vergangenen Jahren waren es vor allem die spät verpflichteten Spieler, die bei der SGE einschlugen.

Frankfurt - Am Montag- und Dienstagabend haben auch die letzten Nationalspieler der Frankfurter Eintracht ihre Pflichten für diese Saison erfüllt. Nun ist auch für Kevin Trapp, Martin Hinteregger, Filip Kostic, Mijat Gacinovic und Ante Rebic endlich Urlaub. Alleine bei Simon Falette ist noch nicht Schluss. Er spielt bis zum 21. Juni mit Guinea beim Afrika-Cup.

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Die meisten anderen Eintracht-Profis haben nun schon zwei Wochen Ferien hinter sich und beginnen in ihren Urlaubsdomizilen bereits wieder mir lockerem Lauftraining. Die Konditionstrainer haben leichte Aufgaben gestellt, um bei aller notwendigen Erholung den Rhythmus nicht völlig zu verlieren. Wie eng getaktet der fußballerische Terminplan ist, zeigt die Tatsache, dass es für die Eintracht in zweieinhalb Wochen schon wieder von vorne losgeht.

Eintracht Frankfurt zeigt bei Transfers Geduld

Am 1. Juli treffen sich die meisten Spieler zu medizinischen Tests, das erste offizielle Training der „neuen“ Eintracht findet am 3. Juli statt. Und das erste Pflichtspiel in der Europa-League-Qualifikation ja schon am 25. Juli.

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Das Gegenteil von Erholung erleben derzeit die drei „Macher“ der Eintracht, Sportvorstand Fredi Bobic, Manager Bruno Hübner und Kaderplaner Ben Manga, die unterwegs sind, um die neue Mannschaft zusammenzustellen. Sie beweisen dabei eine Menge Geduld, haben die Frankfurter doch noch keinen einzigen neuen Spieler verpflichtet.

Diese Spieler stehen bei Eintracht Frankfurt auf der Liste

Was bei der Eintracht niemanden beunruhigt, nicht einmal die eingefleischtesten Fans, denn das Planungstrio hat in den vergangenen Jahren bewiesen, dass gut Ding Weile haben will. Die besten Transfers sind der Eintracht meist ganz am Ende der Transferperioden gelungen. Erinnert sei nur an Kevin-Prince Boateng im Spätsommer 2017 oder Kevin Trapp und Ante Rebic im letzten Jahr.

Die Gespräche mit anderen Vereine sind intensiv und längst haben die Frankfurter Angebote abgegeben: Für Kevin Trapp an Paris St. Germain, für Martin Hinteregger an den FC Augsburg, offenbar auch für Alfonso Pedraza vom FC Villareal, Marc Cucurellas (20) von SB Eibar, jetzt FC Barcelona, und Dejan Joveljic von Roter Stern Belgrad.

SGE muss beim Poker die Nerven behalten

In allen Fällen kommt es jetzt darauf an, beim Pokerspiel um viel Geld die Nerven zu behalten und das eigene Blatt auszureizen. Die Eintracht, gesegnet mit den mehr als 40 Millionen Euro die aus dem Jovic-Verkauf an Real Madrid übrig bleiben und in Erwartung möglicher weiterer Millionenerlösen falls Ante Rebic (InterMailand/ Atletico Madrid) und Jetro Willems den Klub verlassen, will keinesfalls bei eigenen Einkäufen überhöhte Preise zahlen.

Innerhalb des Klubs herrscht große Einigkeit über das Vorgehen auf dem teilweise überhitzten Spielermarkt. Der Sportvorstand werde weiter „mit Augenmaß“ handeln, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Wolfgang Steubing, „ich habe da volles Vertrauen in Fredi Bobic.“ Geduld sei gefragt und diese Geduld werde die Eintracht aufbringen. Trotz des Zeitdrucks durch die frühen europäischen Pflichtspiele gibt es keinen Grund zur Hektik, steht ja aktuell eine schlagkräftige Mannschaft unter Vertrag.

Von Peppi Schmitt

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