Eintracht Frankfurt

Goncalo Paciencia: Kampf umden Platz neben Dost und Ronaldo

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Goncalo Paciencia von Eintracht Frankfurt

Eintracht Frankfurt hat „viel Respekt“ vorm Tabellenletzten Düsseldorf. Für Paciencia ist die  Vertragsverlängerung ein Bonus.

  • Eintracht Frankfurt muss zu Fortuna Düsseldorf
  • Paciencia kämpft um Platz in Startelf
  • Selbstvertrauen ist bei Eintracht Frankfurt zurück

Frankfurt - Am Ende der ersten Übungseinheit der Woche haben sie bei der Frankfurter Eintracht noch ein paar Elfmeter geschossen. Schon Training für das Pokalspiel am nächsten Dienstag gegen Leipzig? „Nein, nein, das ist noch nicht relevant, wir denken nur an Düsseldorf“, sagt Goncalo Paciencia, einer der erfolgreiche Strafstoßschützen. Der Spaß am Ende sollte vielmehr das ausgeglichen verlaufene Trainingsspielchen entscheiden. Die Partie bei Fortuna Düsseldorf am Samstag ist also das nächste Ziel, das Spiel beim Tabellenletzten, nachdem die Frankfurter gerade den Tabellenführer geschlagen haben. Eine für die Eintracht brandgefährliche Ausganslage, wie nicht zuletzt die jüngere Erfahrung lehrt. „Wir müssen großen Respekt haben“, sagt der 25 Jahre alte Paciencia, „Paderborn war auch Tabellenletzter, als wir dort gespielt haben.“ Es ist erst drei Spieltage her, da haben die Frankfurter in Paderborn zum Ende des Jahres 1:2 verloren.

Eintracht Frankfurt: Das Selbstvertrauen ist zurück

Mit den Siegen gegen Hoffenheim und Leipzig aber hat sich vieles verändert. Das Wichtigste: Das Selbstvertrauen ist zurück. Die Stimmung ist viel entspannter bei der Eintracht, der Ball auf dem Trainingsplatz läuft wieder viel flüssiger. Es fallen herrliche Tore, wie am Dienstag, als Filip Kostic nach einem Traumpass von Daichi Kamada flankte und Sebastian Rode mit dem Kopf vollendete. Eine Sahnestück. Es war Zug drin im Trainingsspiel, es ging ordentlich zur Sache. Der Konkurrenzkampf ist entfacht. Die Sieger von Hoffenheim und Leipzig haben die Nase zwar knapp vorn, aber die anderen drängen nach. Kamada zum Bespiel, der sehr dominant agierte, aber auch Paciencia und sein portugiesischer Kollege André Silva. Sie haben die Gelegenheit genutzt, um sich in Abwesenheit ihres Kollegen Bas Dost, in Erinnerung zu bringen. Dost fehlte wegen einer Magen-Darm-Verstimmung, soll aber bis zum Spiel am Samstag wieder einsatzfähig sein.

Die beiden Portugiesen kämpfen aktuell „nur“ um Platz zwei und drei in der Stürmerhierarchie bei der Eintracht. Und bei der Nationalmannschaft kämpfen sie um einen Platz neben Cristiano Ronaldo. Bei den letzten Länderspielen durfte mal der eine, mal der andere neben dem Superstar spielen. Ziel ist die Europameisterschaft im Sommer. „Wie alle habe ich einen Traum“, sagte Paciencia, „ich will natürlich dabei sein.“ Er weiß, dass er dafür in Frankfurt spielen und so oft wie möglich treffen muss. Daran arbeitet er, mit viel Ehrgeiz, aber ohne Verbissenheit, „Ich denke nicht darüber nach, ob ich von Anfang an spiele oder eingewechselt werde“, sagt er, „wichtig ist, dass die Eintracht Erfolg hat.“ Auch wegen dieser professionellen Einstellung haben die Frankfurter gerade den bis 2022 laufenden Vertrag vorzeitig um ein weiteres Jahr verlängert. „Ich habe hier von Anfang an viel Wertschätzung erfahren und fühle mich sehr wohl“, sagt Paciencia, „die Verlängerung ist ein Bonus für meine Arbeit und ein Geschenk für mich.“

Eintracht Frankfurt: Paciencia trifft gegen Düsseldorf gerne

Wettbewerbsübergreifend hat er die meisten Tore (10) für die Eintracht geschossen. Das ist sein Trumpf. Er weiß also, dass er in den vielen englischen Wochen, die nun beginnen, gebraucht wird. Vielleicht schlägt seine Stunde schon am Samstag, wenn der Trainer sich entscheidet, zwei Angreifer aufzustellen. Gegen die Fortuna trifft Paciencia sowieso ganz gerne. In der Rückrunde der letzten Saison hat er beim 3:0 in Düsseldorf das Führungstor erzielt, in der Vorrunde dieser Saison beim 2:1 den Siegtreffer. 

Von PEPPI SCHMITT

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