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Eintracht-Sorgen: Ohne Kostic zum Pokalauftakt

Filip Kostic von Eintracht Frankfurt.
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Filip Kostic von Eintracht Frankfurt.

Stürmerstar Filip Kostic von Eintracht Frankfurt ist im Pokal ist gesperrt. dadurch ergibt sich eine Chance für Neuzugang Steven Zuber.

Nachdem die alte Saison mit Champions-League und Europa-League gerade erst zu Ende gegangen ist, startet am Wochenende die neue Saison mit der 1.DFB-Pokalhauptrunde. Die Frankfurter Eintracht hat aus dem sogenannten „Amateurtopf“ einen der schwerten Gegner gezogen. Die Hessen müssen am Samstag (15.30 Uhr) beim TSV 1860 München antreten. „Ein sehr schwieriger Gegner“, sagt Abwehrchef Makoto Hasebe. Letzte Saison erreichten die „Sechziger“ den achten Platz in der dritten Liga, spielten lange um den Ausstieg mit. Der ist in diesem Jahr nun das große Ziel. In Form scheinen die „Löwen“ unter ihrem Trainer Michael Köllner auch zu sein: Am letzten Wochenende haben sie nach einem 1:1 in der regulären Spielzeit den Zweitligisten Würzburger Kickers im bayerischen Pokalfinale im Elfmeterschießen besiegt. Und in der Vorbereitung haben sie mit Jahn Regensburg einen weiteren Zweitligisten mit 4:1 geschlagen. Bei der Eintracht ist also gleich zum Auftakt volle Konzentration gefordert, damit es kein böses Erwachen gibt wie vor zwei Jahren, als die Hessen als amtierender Pokalsieger beim SSV Ulm ausgeschieden waren. „Es ist unser Anspruch, eine Runde weiterzukommen, das ist doch völlig klar“, sagt Nationaltorwart Kevin Trapp, „dass wir einen namhaften Gegner haben, ist vielleicht auch ganz gut, denn dann sind wir noch etwas konzentrierter.“ 1860 München sei deshalb ein „schöner und guter Gegner“.

Die Eintracht hat vor dem Spiel im alt-ehrwürdigen Stadion an der Grünwalder Straße allerdings ein großes personelles Handicap: Mit Filip Kostic ist die wichtigste Offensivkraft noch immer gesperrt. Nach seinem Platzverweis im Viertelfinale der letzten Saison gegen Werder Bremen wurde er vom DFB-Sportgericht für vier Spiele gesperrt, könnte also erst im neuen Jahr wieder im Pokal für die Eintracht spielen. Kostics Ausfall ist die große Chance von Steven Zuber. Der Neue aus Hoffenheim wird nun den linken Flügel besetzen. Auf allen anderen Positionen kann Trainer Adi Hütter auf seine eingespielte Mannschaft aus der Vorsaison vertrauen, nachdem alle Nationalspieler gesund und munter von ihren Länderspielreisen zurückgekehrt sind.

Die Frankfurter werden wie alle Bundesligisten in der ersten Runde gegen unterklassige Teams als Favorit ins Spiel gehen. Eine Rolle, die ihnen in den letzten Jahren trotz aller Pokalerfolge ziemlich schwergefallen ist. Nach dem Aus von Ulm vor zwei Jahren konnten sie im letzten Jahr nach einem 0:2-Rückstand gerade noch das Aus beim SV Waldhof Mannheim verhindern. Ante Rebic hatte damals mit drei Toren einen seiner letzten großen Auftritte für die Eintracht bevor er zum AC Mailand gewechselt ist. Die Angst vor einer Blamage ist die eine Pokalmedaille, die gefährliche für die Eintracht. Da gibt es aber auch die andere. Die schöne und erfolgreiche und motivierende. Denn die Frankfurter haben sich in den letzten vier Jahren zu einer absoluten Pokalmannschaft entwickelt, national und international. 2017 Finale gegen Borussia Dortmund, 2018 Pokalsieg gegen Bayern München und 2020 Halbfinale in München. Von den letzten zwölf DFB-Pokalspielen hat die Eintracht zehn gewonnen. Und im Europavup teichte es fürs Haklbfinale 2019 und das Achtelfinale 2020. 

Alle haben die einfachste Betrachtungsweise des Pokalwettbewerbs verinnerlicht. „Es ist nunmal der schnellste Weg zu einem Titel“, sagt Timothy Chandler stellvertretend für die Kollegen. Genau sechs Spiele sind es. So weit will der Kapitän noch nicht vorausblicken. „Wir denken in kleinen Schritten und müssen uns nicht von vornherein über Europa oder größere Ziele Gedanken machen“, sagt David Abraham, „es zählt vor allem, im ersten Saisonspiel voll da zu sein.“ Ein Sieg in München wäre die ideale Startrampe für die in der kommenden Woche mit dem Heimspiel gegen Arminia Bielefeld beginnende Liga-Saison. „Wir müssen positiv an die Sache herangehen und kompakt auftreten“, fordert der argentinische Abwehrspieler, „dann kann es stückweise nach oben gehen.“ von PEPPI SCHMITT

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