Eintracht Frankfurt

Eintracht Frankfurt-Manager Bruno Hübner: „Wir stehen zu hundert Prozent hinter Adi Hütter“

Bruno Hübner sieht Eintracht Frankfurt nicht in Abstiegsgefahr - Kevin Trapp und Sebastian Rode jedoch mahnen.

  • Eintracht Frankfurt muss in der Bundesliga zittern
  • Der Re-Start gegen Borussia Mönchengladbach ging gründlich schief
  • Eintracht Frankfurts Manager Bruno Hübner sieht den Club nicht im Abstiegskampf 

Frankfurt - Die Zahlen sind besorgniserregend: Von den letzten 51 möglichen Punkten in der Bundesliga hat Eintracht Frankfurt nur zwölf geholt. Auswärts sind die Frankfurter die schlechteste Mannschaft der Liga. Zuletzt gab es vier Niederlagen in Folge. Und der Vorsprung auf den Relegationsplatz, den aktuell Fortuna Düsseldorf belegt, beträgt nur fünf Punkte. Da könnte man durchaus an Abstiegsgefahr denken. 

Eintracht Frankfurt: Bruno Hübner bleibt Optimist

Nicht so der Manager von Eintracht Frankfurt. „Wir werden nicht in Abstiegsgefahr geraten", betont Bruno Hübner, „wir sind davon überzeugt, dass die Situation das nicht hergibt." Soll wohl heißen: Eintracht Frankfurt ist besser als der aktuelle Tabellenstand und zu gut für den Abstiegskampf. Man dürfe sich auch nicht in die Abstiegsgefahr „reinreden lassen“. Ob diese Einschätzung realistisch oder eher trügerisch ist, wird sich vielleicht noch nicht am Samstag im Auswärtsspiel beim FC Bayern München zeigen, aber ganz sicher beim nächsten Heimspiel am Dienstagabend gegen den SC Freiburg.

Noch herrscht rund um Mannschaft von Eintracht Frankfurt und den Trainer Adi Hütter große Ruhe. Noch ist die Überzeugung von der eigenen Stärke größer als die Furcht vor dem Absturz. Innerhalb der Mannschaft ist freilich eine gewisse Anspannung zu spüren. „Die Tabelle ist eng und wir sind in einer ähnlichen Situation wie am Ende der Hinrunde“, sagt Torwart Kevin Trapp, „aber wir haben genügend Qualität und müssen jetzt einen kühlen Kopf bewahren“. Mittelfeldspieler Sebastian Rode, der den letzten Abstieg 2011 miterlebt hat, ist durchaus vorsichtig. „Es sollte jedem klar sein, dass der Vorsprung nicht sehr groß ist“, sagt er, „es kann sehr schnell gehen, nach vorn wie nach hinten.“ Vergleiche zu 2011, als die zweite Saisonhälfte als „Rückrunde der Schande“ Eintrag in die in die Geschichtsbücher fand, will er allerdings nicht ziehen. Diesmal sei er „deutlich optimistischer“ als damals, sagt er, „wir haben ja eine gute Mannschaft“.

Eintracht Frankfurt: Man hat „sehr konzentriert“ trainiert

Und der Trainer?Adi Hütter wird am Freitag in der offiziellen Pressekonferenz erstmals nach der Niederlage gegen Gladbach wieder sprechen. Unter der Woche hat er mit der Mannschaft verbissen daran gearbeitet, die größten Probleme in den Griff zu bekommen. Vor allem die Leichtfertigkeiten und Leichtsinnigkeiten in der Abwehr, die zuletzt oft zu frühen Gegentoren geführt haben, müssen dringend ausgemerzt werden, sonst könnte es gegen den Meister ein ganz böses Erwachen geben. „Sehr konzentriert“ sei die Trainingsarbeit gewesen, berichtet Ex-Bayern-Profi Rode, „wir müssen voll fokussiert sei und müssen im Kopf haben: Die Null muss stehen.“

Eintracht Frankfurt steht hinter Trainer Adi Hütter

Eine schwere Aufgabe, gerade in München, wo die Eintracht seit zwanzig Jahren auf einen Sieg wartet. Manager Hübner hofft dennoch, dass die Mannschaft aus München „Selbstvertrauen“ mitbringt. Das könnte schon mit einer guten Leistung sein, selbst wenn eine weitere Niederlage folgt. Das Vertrauen in den Trainer ist jedenfalls ungebrochen. „Wir stehen zu hundert Prozent hinter Adi Hütter", betont der Eintracht-Sportdirektor. Alles andere wäre in der aktuellen Situation auch kontraproduktiv und würde den Qualitäten, die der österreichische Fußball-Lehrer in den letzten Jahren in Frankfurt und zuvor bei seinen anderen Stationen unter Beweis gestellt hat, nicht gerecht werden. Gerade die Ruhe, die Hütter ausstrahlt, könnte zum Trumpf werden. „Adi hat uns immer wieder zurück in ruhiges Fahrwasser geführt“, sagt auch Hübner, „das wird er auch diesmal tun.“ 

Von Peppi Schmitt

Rubriklistenbild: © Arne Dedert/dpa

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