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Eintracht: Was wird aus Durm, Torró und Gacinovic?

Mijat Gacinovic von Eintracht Frankfurt.
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Mijat Gacinovic von Eintracht Frankfurt.

Was wird mit Durm, Torró und Gacinovic bei Eintracht Frankfurt? Probleme gibt es bei der SGE auch mit der „Local-Player“-Regelung.

  • Eintracht Frankfurt plant die kommende Saison
  • Offene Fragen bei der Kaderplanung
  • Bleiben Gacinovic, Durm und Torro bei der SGE?

Frankfurt - Drei Spieler hat Eintracht Frankdurt am Samstag rund um das letzte Saisonspiel gegen den SC Paderborn verabschiedet. Marco Russ (34) wird dem Klub in der Analyseabteilung erhalten bleiben. Gelson Fernandes (33) beendet seine Karriere und wird in seiner Schweizer Heimat den Trainerberuf einschlagen. Und Johny de Guzman (32) sucht einen neuen Arbeitgeber, den er wohl in seiner kanadischen Heimat finden wird. Drei junge Spieler haben die Frankfurter am Sonntag per kurzer Pressemitteilung verabschiedet. Torwart Max Hinke, Patrick Finger und Sahverdin Cetin, alle aus der eigenen Jugend, wurden gewogen und für zu leicht befunden. Ohne einen einzigen Einsatz müssen sie nun wieder gehen. Aufgrund der der Paragrafen der Deutschen Fußball-Liga (DFL), die jeweils zwölf deutsche Spieler und vier im Klub ausgebildete Spieler vorschreiben, befindet sich die Eintracht da in Nöten. Denn mit Russ und Torwart Jan Zimmermann, der in den Trainerstab aufgerückt ist, fallen ja weitere „local player“ weg.

Eintracht Frankfurt: Offene Fragen bei der Kaderplanung

Das sind nicht die einzigen offenen Fragen vor der zweimonatigen Bundesliga-Pause. Der voraussichtliche Termin für den Start in die neue Saison liegt Mitte September, Eintracht Frankfurt und einige andere werden allerdings im August gefordert sein, wenn Champions-League und Europa-League fortgesetzt werden. Die Frankfurter treffen voraussichtlich am 5. August im Achtelfinal-Rückspiel (Hinspiel 0:3) auf den FC Basel. Den ganz großen Umbruch im Kader werde es nicht geben, hat Sportvorstand Fredi Bobic schon mal angekündigt. Der „normale“ Transfermarkt ist wegen Corona quasi zum Erliegen gekommen, soll aber bis Mitte Oktober verlängert werden. Vereinswechsel hat es bislang national wie international nur wenige gegeben. Eintracht Frankfurt hatte sich schon im Januar mit dem deutschen Angreifer Ragnar Ache von Sparta Rotterdam verstärkt. Mit den Abwehrspielern Tuta und Simon Falette, den Mittelfeldspielern Aymen Barkok, Jetro Willems und Rodrigo Zalazar und Stürmer Dejan Joveljic kehren sechs Spieler nach Ausleihen zurück.

Trainer Adi Hütter will noch weitere neue Spieler. „Jeder Kader braucht Blutauffrischung“, sagt er, „und vielleicht will sich ja der einen oder andere Spieler aus unserem Kader auch verändern.“ Er wünscht sich explizit noch einen dribbelstarken Außenspieler, der auf beiden Seiten eingesetzt werden kann. Doch vor dem Einkauf steht in wirtschaftlich schwierigen Zeiten der Verkauf. Und da gibt es bei Eintracht Frankfurt zumindest drei große Fragezeichen. Was wird mit Erik Durm? Was wird mit Lucas Torró? Was wird mit Mijat Gacinovic? Alle drei haben noch laufende Verträge. Alle drei könnten aber auch aus unterschiedlichen sportlichen Interessen nach neuen Ufern streben.

Erik Durm (28) ist über eine Reservistenrolle (neun Einsätze) nicht hinausgekommen. Der auf beiden Seiten einzusetzende Außenverteidiger ist im Grunde chancenlos gegen die mächtige Konkurrenz im Kader. Danny da Costa, Timothy Chandler, Almamy Toure sind rechts vor ihm, Evan Ndicka links. Mit Rückkehrer Jetro Willems könnte es auch links noch schwieriger werden. Will Durm dauerhaft spielen, müsste er sich trotz eines noch bis 2023 laufenden Vertrages einen neuen Verein suchen.

Eintracht Frankfurt: Rückschläge für Torró

Lucas Torró (25) hat private Rückschläge und schwere Verletzungen überwunden, konnte sich aber (noch) nicht wirklich durchsetzen. In zwei Jahren hat er lediglich fünfzehn Bundesligaspiele für die Eintracht bestritten. Im defensiven Mittelfeld hat er mit Stefan Ilsanker, Dominik Kohr und Sebastian Rode große Konkurrenz. Dem Vernehmen nach gibt es Anfragen aus Spanien, allerdings möchte der Trainer Torró behalten. Denn der 1,90 Meter große Spanier gehört neben Martin Hinteregger und Bas Dost zu den kopfballstärksten Spielern und bringt damit ein Element auf den Platz, das seinen Konkurrenten abgeht.

Mijat Gacinovic (25) ist allseits beliebt. In der Mannschaft wegen seiner Uneigennützigkeit und bei den Fans, die sein Tor im Pokalfinale 2018 nie vergessen werden. Er spielt häufig, aber längst nicht immer. Eine große Vorwärtsentwicklung ist beim Serben nicht zu sehen, auch keine wirkliche Perspektive mehr. Die mangelnde Torgefährlichkeit ist das große Manko. In fünf Jahren hat in 116 Einsätzen als offensiver Mittelfeldspieler gerade dreimal getroffen. Die erhoffte Leistungsexplosion ist immer wieder ausgeblieben, Gacinovic kommt einfach nicht über die Rolle des Mitläufers hinaus. Sein Vertrag läuft noch bis 2022, die Eintracht würde ihm sicher keine Steine in den Weg legen. von PEPPI SCHMITT

Unterdessen wird es Veränderungen auf der Torhüterposition geben. Die SGE sucht zwei neue Keeper für die kommende Saison.

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