Leerer Fanblock, Geldstrafe und Choreografien-Verbot

Hellmann: „Urteil etwas milder ausgefallen als befürchtet“

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Vermummte Zuschauer im Fan-Block von Eintracht Frankfurt verbrennen Fan-Utensilien des SV Darmstadt 98 im Hessenderby der Fußball-Bundesliga am 6. Dezember 2015. Diese Aktion hat nun zur drastischen Bestrafung durch den DFB geführt.

Frankfurt - Für die Fanausschreitungen beim Derby gegen Darmstadt 98 und beim Pokalspiel in Aue muss Eintracht Frankfurt teuer bezahlen. Unter anderem dürfen zum Rückspiel nach Darmstadt keine Eintracht-Anhänger mitfahren. Es ist nicht das erste Mal, dass das DFB-Sportgericht die Frankfurter hart bestraft. Von Peppi Schmitt

Schwerer Schlag für die Frankfurter Eintracht: Wegen Abbrennens von Pyrotechnik in Aue, vor allem aber wegen der Vorfälle nach dem Derby gegen Darmstadt 98 am 6. Dezember 2015, als gegnerische Fan-Utensilien wie Fahnen und Schals verbrannt wurden und zudem viele Fans in den Innenraum gestürmt waren, wurde der Klub nun vom Sportgericht des Deutsche Fußball-Bundes (DFB) außergewöhnlich hart bestraft. Beim Heimspiel gegen den VfB Stuttgart am 6. Februar wird der Fan-Block 40 hinter dem Tor, in dem die „Ultras“ stehen und von dem die Ausschreitungen ausgegangen waren, geschlossen bleiben. Für ein weiteres Heimspiel wurde eine ähnliche Strafe ausgesprochen, doch zur Bewährung ausgesetzt. Und beim Rückspiel in Darmstadt Ende April sind keine Fans der Eintracht zugelassen.

Zudem muss der Verein eine Strafe von 75.000 Euro bezahlen und dem SV Darmstadt 98 seinen Einnahmeausfall ersetzen. Des Weiteren dürfen in dieser Saison keine Choreographien mehr stattfinden und Blockfahnen sind ebenso verboten. Verein und Fans wurden also gleichermaßen bestraft. „Ich empfinde diese Strafen persönlich als sehr hart“, sagte Vorstandschef Heribert Bruchhagen. Der im Vorstand für Fanbelange zuständige Axel Hellmann stellte dagegen fest, „dass das Urteil sogar noch etwas milder ausgefallen ist als befürchtet“. Dem Kontrollausschuss des DFB habe ein noch härteres Strafmaß vorgeschwebt. Dieses zu vermeiden, ist der Eintracht in den Erörterungen der letzten Wochen gelungen, unter anderem, weil der Klub viel in Sicherheit investiert und vor allem einige der Krawallmacher identifiziert hat. Gegen diese will die Eintracht nun mit aller Härte vorgehen. Ziemlich sicher werden dauerhafte Stadionverbote ausgesprochen. Alle Strafen sind bereits rechtskräftig, nachdem die Eintracht sie akzeptiert hat.

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Sportlich wie wirtschaftlich bedeutet dies vor Beginn der Rückrunde einen schweren Rückschlag für den gesamten Klub. Die Unterstützung in wichtigen Spielen des Abstiegskampfes wird der Mannschaft fehlen. Die finanziellen Nachteile sind noch gar nicht genau zu beziffern, werden aber ziemlich sicher mehrere hunderttausend Euro betragen. Denn zur Strafzahlung und dem Darmstädter Regress kommt ja auch noch der Einnahmeausfall durch den gesperrten Block. Für den Eintracht-Boss helfen aber neben Restriktionen nur weitere Dialoge weiter. „Irgendwann müssen diese Leute doch mal überlegen, was sie ihrem Verein antun“, sagte Bruchhagen, „und irgendwann müssen doch die anderen, die darunter zu leiden haben, versuchen, Einfluss zu gewinnen.“

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Die sportlichen Bemühungen um einen guten Start am Sonntag gegen den VfL Wolfsburg waren gestern fast zweitrangig. Dabei hatte Trainer Armin Veh wieder fleißig probiert, mit welcher Formation er den „Wölfen“ beikommen will. Carlos Zambrano und Marc Stendera, die am Mittwoch zum ersten Mal nach Verletzung bzw. Krankheit wieder trainiert hatten, waren auch wieder dabei. Endgültige Klarheit über das System hat es freilich noch nicht gegeben. Armin Veh wechselte während der Übungseinheit zwar nur einen Spieler, er brachte Stefan Aigner für Marco Fabian in die vermeintliche A-Elf, doch diese einzige Personalie hat das Zeug, die ganze Spielordnung zu verändern. Zumindest bei Aigner hatte die zwischenzeitliche „Verbannung“ in die B-Elf eine durchaus motivierende Wirkung. Der rechte Flügelstürmer rannte wie ein Hase und machte auf sich aufmerksam.

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