Seit acht Jahren kein Sieg in Dortmund

Nach Tawathas Verletzung: Blitzcomeback für Falette?

Simon Falette (rechts) im Training

Frankfurt - Wenn es in der Bundesliga noch einen „Angstgegner“ gibt für die Frankfurter Eintracht dann ist es Borussia Dortmund. Zumindest auswärts haben die Hessen schon lange nicht mehr gewonnen gegen den BVB. Von Peppi Schmitt

Im Westfalenstadion gab es zuletzt sieben Niederlagen hintereinander. Der letzte Sieg datiert aus dem Jahr 2010. Am 7. Februar konnte die Eintracht 3:2 gewinnen, die Tore erzielten damals Benny Köhler, Sebastian Jung und Alex Meier. Als einziger aus dem heutigen Kader hat Marco Russ schon vor acht Jahren in der Anfangsformation gestanden. Dortmund ist für die Eintracht also seit acht Jahren keine Reise mehr wert. Und auch die Ausgangsposition vor dem Spiel am Freitagabend (20.30 Uhr) ist alles andere als gut, haben sich die Personalprobleme der Eintracht doch noch einmal verschärft. Taleb Tawatha hat sich beim Länderspiel Israels am Dienstagabend in Nordirland verletzt und musste noch vor der Halbzeit ausgewechselt werden. Die Verletzung soll nicht dramatisch sein, hat Trainer Adi Hütter von seinem österreichischen Landsmann Andy Herzog erfahren, der seit Saisonbeginn für die israelische Nationalmannschaft verantwortlich ist. Eine genaue Diagnose gibt es allerdings noch nicht, die israelische Sportseite „one“ berichtet von einer Zerrung im Rücken. Der Einsatz Tawathas in Dortmund ist zumindest gefährdet.

Der Ausfall des linken Verteidigers stellt Trainer Adi Hütter vor ein massives Problem, denn die eigentliche Stammbesetzung Jetro Willems, ist ja nach seiner roten Karte im Heimspiel gegen Werder Bremen wegen einer Tätlichkeit gesperrt. Der Nothelfer auf links aus der vergangenen Saison, Timothy Chandler fällt nach einer Knieoperation bis zum Winter sowieso aus. Als einziger „gelernter“ linker Verteidiger steht noch der erst 19 Jahre alte Deji Beyreuther im Aufgebot. Doch Beyreuther hat noch nie in der Bundesliga gespielt und gilt auch intern nicht wirklich als Alternative. Es wäre ein großes Risiko für den Trainer ausgerechnet in Dortmund vor mehr als 80.000 Zuschauern einen absoluten Newcomer aufzustellen.

Also was tun? Hütter wird umstellen oder einen anderen „Notnagel“ aus dem Ärmel zaubern müssen. Makoto Hasebe wäre so einer. Womöglich kann der Japaner auch links spielen. Rechts hat er schon häufiger verteidigt, solide, aber nicht wirklich mit großem Erfolg. Wahrscheinlicher ist, dass der Frankfurter Trainer auf Simon Falette zurückgreifen wird. Der Franzose, vor ein paar Wochen in die „Trainingsgruppe 2“ abgeschoben, nach dem Ende der sommerlichen Transferperiode wie einige andere wieder zurückgeholt, könnte also ein Blitz-Comeback in der Anfangself feiern. Sein großer Vorteil: Er ist „Linksfüßer“ und nach einem Jahr in der Liga auch erfahren genug für den Hexenkessel von Dortmund. Beim Freundschaftsspiel in Ederbergland vor einer Woche hatte Falette zum ersten Mal wieder für eine Halbzeit im Team gestanden.

Bilder: Eintracht verliert in Dortmund

Bilder zur Niederlage von Eintracht Frankfurt im Auswärtsspiel bei Borussia Dortmund

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Und so könnte die Frankfurter Viererkette aussehen: Rechts Danny da Costa, links Falette, in der Mittel David Abraham und Evan Ndicka. Nachteil: Offensiv würde die linke Seite quasi ausfallen, denn zu Falettes Kernkompetenz gehört das Spiel nach vorne nun wirklich nicht. Und auf der Bank würde kein einziger Innenverteidiger mehr sitzen. Denn neben Carlos Salcedo (Operation nach Syndesmosebandriss) steht ja auch Marco Russ wegen anhaltender Achillessehnenproblemen nicht zur Verfügung. Der Routinier hat schon längere Zeit nicht mehr mit der Mannschaft trainiert.

Die Eintracht wird also ausgerechnet in Dortmund ihr Heil auch in der Offensive suchen müssen. So ganz nach dem Motto: „Angriff ist die beste Verteidigung“. Denn nach vorne hat der Trainer die freie Auswahl. Filip Kostic, Luka Jovic, Sébastien Haller, Nicolai Müller, Mijat Gacinovic, Marco Fabián, vielleicht sogar Ante Rebic – daraus könnte Hütter sicher etwas Gutes basteln. Ein gutes Beispiel für Mut zur Offensive ist der Blick auf das letzte Duell mit den Dortmundern. Da unterlag die Eintracht zwar mit 2:3, hielt jedoch über die gesamte Spielzeit mit und musste das dritte Gegentor erst in der vierten Minute der Nachspielzeit hinnehmen. Das war erst am 11. März dieses Jahres…

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